"SCHWATZES" BRETT

 

Auftakt zum Studienjahr 2022/23

FABW und ADK heißen ihre Erstsemester auf dem Akademie-Campus willkommen

Gemeinsame Pressemitteilung der Filmakademie Baden-Württemberg mit ihrem Animationsinstitut und der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg
Ludwigsburg, 19. September 2022

Am 19. September 2022 startete das neue Studienjahr an der Filmakademie Baden-Württemberg (FABW), ihrem Animationsinstitut sowie der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (ADK). In einer gemeinsamen Eröffnungsveranstaltung auf der Bühne der ADK begrüßten Prof. Ludger Engels (Künstlerischer Direktor und Geschäftsführer ADK) und Prof. Thomas Schadt (Direktor FABW) die neuen Studierenden. Besonders gewürdigt wurde der Gründungsdirektor der Filmakademie, Prof. Albrecht Ade, der am 14. September seinen 90. Geburtstag gefeiert hatte, aber wegen Krankheit leider nicht vor Ort teilnehmen konnte. Als Eröffnungsrednerin war Prof. Dr. Ulrike Groos, Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart, eingeladen, die sich in einer Keynote an die Erstsemester wandte.

Ulrike Groos studierte in Würzburg, New York und Münster Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Ethnologie. Von 2002-2009 leitete sie die Kunsthalle Düsseldorf, von 2001-2006 lehrte sie an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. Seit 2010 leitet Groos das Kunstmuseum Stuttgart, das 2021 zum Museum des Jahres gekürt worden war. Zu den Höhepunkten des Ausstellungsprogramms zählen die Retrospektive zu Michael Majerus und die Schau zum 10-jährigen Jubiläum des Museums »I Got Rhythm. Kunst und Jazz seit 1920«.

In ihrer Keynote beschäftigte sich Ulrike Groos mit dem Thema "Kunstraum und Medien". Kunst versteht sie als grenzüberschreitenden Ansatz, der Diskussionsräume öffnet, um die Wirklichkeit zu reflektieren und zu kommentieren, ohne sie zu bewerten. Insbesondere Grenzüberschreitungen zwischen den verschiedenen Künsten und Genres sind ein wichtiges Thema für die studierte Kunsthistorikerin, Ethnologin und Musikwissenschaftlerin. Dies schlägt sich auch in den Leitgedanken zahlreicher Ausstellungen nieder, die Ulrike Groos in den letzten Jahren konzipiert hat: So zeigt das Stuttgarter Kunstmuseum immer wieder Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die mit dieser synästhetischen Verbindung arbeiten, wie beispielsweise die Candice Breitz-Installation LOVE STORY oder Yael Bartanas 16mm-Loop ENTARTETE KUNST LEBT. Auch Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen wie mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (ABK), der Akademie Schloss Solitude, der John Cranko Schule oder dem Studiengang Mode der Hochschule Pforzheim spielen in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Und so lud Ulrike Groos zum Ende ihres Vortrags auch die Studierenden von FABW, des Animationsinstitut und der ADK ein, sich an dem kommenden Ausstellungsprojekt über den Künstler Wolfgang Laib kreativ zu beteiligen. Gemeinsam mit internationalen Künstler*innen sollen die Studierenden aus einer multikulturellen Perspektive heraus einen neuen Blick auf Wolfgang Laibs feinsinnige Werke eröffnen, der diese im Austausch mit der umgebenden Natur und im Einklang mit den Jahreszeiten entwickelt.

In seiner Begrüßung betonte Prof. Ludger Engels, Künstlerischer Direktor und Geschäftsführer der ADK, und führte dazu aus: „ART CROSSES BORDERS – Kunst überwindet politische Grenzen, Grenzen im Denken und zu Gattungen und Sparten. Die ADK und der Campus sind ein Laboratorium für aktuelle Themen sowie für neue Möglichkeiten des Denkens und Handelns. Sie sind Räume, in denen neue und innovative Verbindungen - besonders zwischen Darstellender Kunst und Film - eingegangen werden können. Nutzen wir diese Räume, nutzen wir den Campus.“

Und auch Prof. Thomas Schadt, Direktor der FABW, erklärte: „Kreativität findet besonders im grenzüberschreitenden Austausch und in den so entstehenden Zwischenräumen statt. Die Filmakademie, das Animationsinstitut und die ADK bieten hier für die Studierenden die geeigneten Schutzräume, um sich ohne die berühmte Schere im Kopf auszuprobieren. Wir freuen uns über die Chance für unsere Studierenden, in der Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bestehendes neu zu denken und zu gestalten.“

Am Nachmittag hatten die neuen Studierenden Gelegenheit, bei einem Speed Dating auf der Wiese des Akademiehofs mehr voneinander zu erfahren und erste Kontakte zu knüpfen. Der Workshop in der ersten Semesterwoche wird wie im letzten Jahr vom Kreativlabor Tinkertank geleitet. Zu dessen Gründungs- und Teammitgliedern zählen mehrere Alumni der ADK und der FABW. Tinkertank wurde als Initiative der lnteractive Media Foundation 2013 ins Leben gerufen – mit dem Ziel, Menschen zu kreativen, selbstorganisierten und lösungsorientierten Prozessen zu befähigen, und zwar im Kontext von Technologie, Handwerk, Kultur, Wissenschaft und Digitalisierung. Tinkertank veranstaltet neben Workshops und Sommercamps für Kinder und Jugendliche auch Kreativseminare für und mit Partnern aus Kunst, Kultur und Wirtschaft.

Eine ausführliche Vita zu Prof. Ulrike Groos finden Sie hier:
https://adk-bw.de/veranstaltung/studienjahr-eroeffnung-mit-prof-dr-ulrike-groos-direktorin-kunstmuseum-stuttgart-campusintern/

Weiterführende Links:
https://www.kunstmuseum-stuttgart.de/
www.tinkertank.de

29.09.2022
 

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Albrecht Ade wird 90

Gründervater der FABW feiert runden Geburtstag

Am 14. September 2022 hat Professor Albrecht Ade, der Gründungsdirektor der Filmakademie Baden-Württemberg, seinen 90. Geburtstag gefeiert.

Bereits seit Mitte der 1970er Jahre trat Albrecht Ade als Pionier der baden-württembergischen Film- und Medienlandschaft in Erscheinung: 1977 übernahm er die Leitung der Klasse für Trickfilm an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (abk). Später etablierte er u.a. das Internationale Trickfilmfestival und die Fachkonferenz FMX in Stuttgart, die beide zu weltweit erfolgreichen Veranstaltungen avancierten.

Als Albrecht Ades größte und nachhaltigste Leistung darf jedoch sein unermüdlicher Einsatz für die Gründung der Filmakademie Baden-Württemberg gelten – mit engagierten Verbündeten aus Politik und Gesellschaft, aber auch gegen viele Widerstände in einer für neue Medienprojekte schwierigen Zeit. 1991 nahm die Filmakademie schließlich ihren Lehr- und Produktionsbetrieb in Ludwigsburg auf, bis zum Jahr 2000 mit Albrecht Ade als Künstlerischer Direktor an der Spitze. Auch danach blieb er der Filmakademie und der Medienszene der Region Stuttgart/Ludwigsburg verbunden, etwa als Geschäftsführer der neu gegründeten Film- und Medienfestival GmbH (2001-2004) oder als Vorsitzender des Fördervereins der Filmakademie (2006-2013).

Prof. Thomas Schadt, aktueller Direktor der FABW, würdigt die Leistungen des Jubilars und gratuliert im Namen der gesamten Filmakademie-Gemeinschaft: „Albrecht Ade hat durch sein beeindruckendes künstlerisches Schaffen und sein unnachgiebiges Engagement den Medienstandort Baden-Württemberg mit aufgebaut und entscheidend geprägt. Dass die Filmakademie Baden-Württemberg auch nach seinem Abschied als Direktor in vielen Bereichen wachsen konnte und heute zu den weltweit anerkanntesten Film- und Medienhochschulen zählt, ist dem unerschütterlichen Fundament zu verdanken, das er damals gelegt hat, mit einer klaren Philosophie und einem klaren Auftrag. Meine allerherzlichsten Glückwünsche gehen an Albrecht Ade – als sein Nachfolger, langjähriger Wegbegleiter und vor allem als sein Freund.“

LINKS:

Interview mit Albrecht Ade und biografische Angaben im Campus Magazin 2021/22 (ab S. 9):
https://www.yumpu.com/de/document/read/65863062/filmakademie-baden-wurttemberg-campus-magazin-21-22

Podiumsgespräch zwischen Albrecht Ade und Thomas Schadt zum 25-jährigen Jubiläum der Filmakademie Baden-Württemberg:
https://www.youtube.com/watch?v=50Rr2SIesu4

 

29.09.2022

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FABW startet Programm MIRADAS CRUZADAS mit Universidad de Valparaíso in Chile:

Gefördert vom BWS plus Programm der Baden-Württemberg Stiftung

MIRADAS CRUZADAS – zu deutsch: gekreuzte Blicke. Mit Unterstützung des BWS plus Programms der Baden-Württemberg Stiftung startet die Filmakademie im Herbst 2022 ein neues internationales Programm in Kooperation mit der Universidad de Valparaíso in Chile. Während einer Laufzeit von 36 Monaten werden jährlich künstlerische Dokumentarfilme entstehen. Inspiriert vom Berlin-Film „Sinfonie einer Großstadt“ des Filmakademie-Direktors Thomas Schadt, werden sich die Projekte mit Menschen, Landschaften und Architekturen von Stuttgart und Valparaiso filmisch auseinandersetzen. 

Die jährlichen Zyklen sind jeweils in mehrere Phasen unterteilt: Auf Recherche und Vorbereitung folgen Exkursionen zur jeweiligen Partneruniversität, bei denen auch die Aufnahmen für die Filme entstehen. In der finalen Phase arbeiten die Teilnehmenden an Schnitt und Ton-Postproduktion, bei der auch Musik eine große Rolle spielen wird. Wegen der räumlichen Distanz der beiden Städte werden einige Teile des Projekts in Online-Formaten gestaltet werden. 

Prof. Thomas Schadt freut sich über die neue Verbindung: „Wir sehen ein großes Interesse unserer Studierenden an Mobilitäten in Südamerika. Mit diesem Programm können wir diesem Bedarf nicht nur begegnen, sondern schaffen durch den Perspektivwechsel der Beteiligten beider Institutionen auch eine neue Ebene der Selbstreflexion. Ich bin gespannt auf die Arbeiten, die in diesem Projekt entstehen. Mein Dank gilt dem BWS plus Programm des Baden-Württemberg-STIPENDIUMS, das unseren Studierenden diese außergewöhnliche Erfahrung ermöglicht.“ 

"Für die Filmschule der Universität Valparaíso, ihre Studierenden und Lehrenden bietet dieses kreative Studienprojekt die wunderbare Gelegenheit, die Architektur unserer Städte zu studieren und diese in filmischen Arbeiten zu reflektieren. Diese Zusammenarbeit wird unser Forschen und Schaffen ohne Zweifel bereichern. Unsere Studierenden und Lehrenden freuen sich auf die Zusammenarbeit mit der Filmakademie Baden-Württemberg,“ so Rodrigo Cepeda Ortíz, Leiter der Abteilung Film an der Fakultät für Architektur der Universidad de Valparaíso.

Über das Programm Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus:
Mit dem Programm BWS plus unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung innovative Kooperationen von Hochschulen mit anderen Institutionen weltweit. Das mit jährlich ca. 1,2 Millionen Euro dotierte Programm wurde 2011 zum ersten Mal ausgeschrieben. Seitdem wurden mehr als 100 BWS plus-Projekte an baden-württembergischen Hochschulen unterstützt. 
www.bw-stipendium.de

Bildquelle:
commons.wikimedia.org/wiki/File:Universidad_de_Valpara%C3%ADso_-_Facultad_de_Arquitectura.jpg
 

13.07.2022

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Bundesweiter Kinostart für FABW-Dokumentarfilm „PORNFLUENCER“:

Im Mai feierte die Filmakademie-Produktion PORNFLUENCER ihre Weltpremiere beim Dok.fest München. Ab Morgen, Donnerstag, 14. Juli ist der Film nun bundesweit in ausgewählten Kinos zu sehen.

Pornfluencer – das sind die neuen Influencer, über die niemand spricht, die aber trotzdem jeder kennt. Jamie Young und Nico Nice aka Youngcouple9598 aka Andreea und Nico haben als Porno-Paar im Internet ein Vermögen gemacht. Jetzt leben sie ihren Traum unter Palmen im Steueridyll Zypern. Doch wie sieht es hinter der Fassade aus? Das lukrative Geschäft fordert besonders von Andreea persönliche Opfer, etwa in Form von aufgekündigten Freundschaften und der großen Distanz zu ihrer Familie – Porno ist gesellschaftlich immer noch stigmatisiert. Auch der Sex entpuppt sich trotz aller Pärchen-Romantik als trockene Arbeit.
Mit zunehmender Spieldauer wird Joscha Bongards Dokumentarfilm immer mehr zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit Liebe, Scham, Beeinflussung und Erfolg.

Regisseur Joscha Bongard*„Ich gehöre vermutlich zu der ersten Generation, die seit ihrer frühen Jugend mit Internet-Pornografie aufgewachsen ist. In meiner Rolle als Konsument war ich in den letzten Jahren davon fasziniert, wie die Paar-Pornografie sich aus dem Amateurporno heraus professionalisierte und gleichzeitig die Pornodarstellenden Social Media für sich entdeckten. Mein Interesse weckte dabei nicht nur, dass die Darstellenden sich dort selbst promoteten, Einblicke in ein „normales“ Privatleben gaben und sich zu verschiedensten Themen äußerten, sondern auch, dass sie dort andere Produkte bewarben. Ist dies eine neue Generation Pornostars? Eine neue Generation Influencer? Und ist die Paar-Pornografie, die konsensuelle Pornoproduktion, die ethische Revolution der Pornoindustrie?“

„Eigentlich wollte Joscha Bongard einen Sex-positiven Film über Amateurpornografie drehen. Entstanden ist stattdessen ein Dokumentarfilm über zwei einsame Menschen im Nirgendwo, über neoliberale Eiseskälte, Selbstausbeutung und Manipulation. Der Film setzt durch seine Machart einen klaren Kommentar. Und er tut weh. So weh, dass man fliehen möchte.“ 
Ina Borrmann im Online-Festivalprogramm des Dok.fest München

Trailer, Kinotermine, Credits und weitere Infos:
salzgeber.de/pornfluencer

Instagram Kanal:
www.instagram.com/accounts/login/

*Joscha Bongard ist Stipendiat der Baden-Württemberg Stiftung und hat im Rahmen eines Partnerprogramms an der französischen Filmhochschule La Fémis in Paris studiert.

 

8.07.2022
 

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STUDIERENDE DER FILMAKADEMIE ERHALTEN STIPENDIEN DER AXSOS AG:

für Gaststudium an der Al-Quds Universität im Westjordanland 

Seit 2016 unterstützt die AXSOS AG den Studierendenaustausch zwischen der Filmakademie Baden-Württembergund der Al-Quds Universität in Ost-Jerusalem und Ramallah. Im Gegenzug werden zwei Studierende der Al-Quds Universität im Sommersemester 2023 an der International Class der Filmakademie teilnehmen. An der Al-Quds Universität steht den Gaststudierenden in Ergänzung zum fachspezifischen Studium an der Filmakademie der Besuch einer breiten Palette von Fächern frei. 

Nach ihrer erfolgreichen Bewerbung werden Jonathan Brunner (Studierender Dokumentarfilmregie) und Laura Hornberger (Studierende im Bereich Regie/Fernsehjournalismus) im Sommer 2023 als Gaststudierende nach Palästina reisen. Die Studierenden sehen ihrem Auslandsaufenthalt gespannt entgegen: 

„Ich verfolge die Nachrichten über den Konflikt schon sehr lange. Bisher kenne ich die Geschehnisse jedoch nur durch die westliche Brille. Als Journalistin und Filmemacherin freue ich mich nun besonders darauf, mir vor Ort mein eigenes Bild zu machen und individuelle Geschichten aus dem Westjordanland zu hören.“ 
Laura Hornberger 

„In neugieriger Erwartung auf den Aufenthalt dort möchte ich mich herzlich für diese tolle Kooperation zwischen AXSOS und der Filmakademie bedanken!“ 
Jonathan Brunner

Schon in der Vergangenheit hat die AXSOS AG den Austausch auf vielfältige Weise ideell unterstützt, seit 2019 auch mit Stipendien. Hierzu Prof. Thomas Schadt (Direktor Filmakademie): „Ein Gaststudium an der Al-Quds Universität im Westjordanland bietet den Studierenden Eindrücke von unvergleichlicher Intensität. Es ist aber auch mit ungewöhnlichen Hürden verbunden, schon bei der Einreise oder bei der Wohnungssuche. Ich danke der AXSOS AG und Frank Müller, ihrem CEO, für die anhaltende finanzielle und ideelle Unterstützung dieses Austauschprogramms, ohne die es kaum vorstellbar wäre.“ 

Frank Müller (CEO AXSOS AG): „Wir freuen uns, den Austausch zwischen den Filmakademien in Ludwigsburg und Ramallah seit nunmehr sechs Jahren unterstützen zu können. Mit jedem jungen Menschen, der Palästina besucht und erleben kann, werden Vorurteile auf beiden Seiten abgebaut und kreative Synergien freigesetzt. So profitieren Gesellschaft und Kultur nachhaltig von diesem Austausch. All das geschieht im Sinne unserer Mission, Vorurteile abzubauen und Brücken zwischen den Kulturen zu schlagen.“

Bild: (c) Al-Quds University
 

8.07.2022

 

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Prof. Andreas Hykade beendet Leitung des Animationsinstituts:
 

Prof. Andreas Hykade wird zum 30.September 2022 seine Tätigkeit als Leiter des Animationsinstituts der Filmakademie beenden, um sich mit Beginn des Studienjahres 2022/23 als Leiter „Animation Directing“ am Animationsinstitut ausschließlich der Lehre widmen zu können.

Die Kunst des nahtlosen, organischen Übergangs hat der namhafte Animationsfilmer über seine gesamte Karriere perfektioniert. Praktisch von Anfang an lief seine Dozententätigkeit parallel zur Arbeit an eigenen künstlerischen Projekten. Nach acht Jahren, in denen er zusätzlich die Gesamtverantwortung für das Animationsinstitut der Filmakademie trug, ist für Prof Hykade nun der richtige Zeitpunkt für eine Amtsübergabe gekommen: „Als ich die Leitung übernahm, hatte ich für das Animationsinstitut Ziele gesteckt, festgehalten im Strategiepapier „Filmakademie 2030“. Dazu zählten vor allem die finanzielle Absicherung des Instituts sowie die Einführung der Studienvertiefung „Character Animation“ und die umfassende Integration des Themas „Geistiges Eigentum (IP)“ in unser Curriculum. Dies alles konnten wir erreichen. Zusätzlich konnten wir intern die Internationalisierung der Filmakademie vorantreiben, unsere Fachkonferenz FMX erfolgreich durch stürmische Zeiten navigieren und unsere Forschung & Entwicklung ausbauen. Vor allem aber ist es uns gelungen, unseren Studierenden während der schwierigen Zeit der Pandemie ein vollwertiges Studium anbieten zu können. Mein Dank gilt hier allen, die das Animationsinstitut bei der Bewältigung dieser Aufgaben tatkräftig unterstützt haben.“

Der Erfolg gibt Prof. Hykade recht: In den Rankings der Fachpresse wird das Animationsinstitut regelmäßig unter den weltweiten Top 10 der Animationsschulen geführt. So haben Produktionen des Instituts mittlerweile die wichtigsten internationalen Auszeichnungen erhalten – zuletzt sorgte die mit einem Studierenden-Oscar ausgezeichnete VFX-Produktion „The Beauty“ für Furore.

Staatssekretärin Petra Olschowski: „Professor Andreas Hykade hat das Animationsinstitut der Filmakademie zu einer weltweit führenden Ausbildungseinrichtung für Animation geformt. Für das Strategiepapier „Filmakademie 2030“ hat er zudem wegweisende inhaltliche und strukturelle Impulse gesetzt. Den von ihm konzipierten Ausbau des Animationsinstituts unterstützen wir sehr gerne. Für seine großen Verdienste um das Institut danke ich Professor Hykade ausdrücklich und wünsche ihm für seine zukünftige leitende Tätigkeit in der Lehre des Animationsinstituts sowie für seine weiteren künstlerischen Aktivitäten alles Gute.“ Bei allen Erfolgen bleibt die Frage nach dem Unerledigten. Dazu Prof. Hykade: „Beim formulierten Ziel, den Standort zu einer führenden europäischen Region für Animation, VFX und Games weiterzuentwickeln, hätte ich mir eine größere Dynamik gewünscht. Auf unterschiedlichen Feldern sind andere Medienstandorte dabei, an Baden-Württemberg vorbeizuziehen. Doch ich bin überzeugt, wir könnten Boden wettmachen, wenn wir uns stärker auf die Entwicklung von geistigem Eigentum in allen Animations-Gewerken fokussieren. Vielleicht können uns die nachkommenden Generationen junger Künstler*innen bei den nächsten notwendigen Schritten unterstützen.“

Was möchte Prof. Hykade dem Animationsinstitut mit auf den Weg geben? „Unsere Maxime in den vergangenen Jahren war: „Der Mensch ist wichtiger als das Projekt.“ Ich würde mir wünschen, dass sich unsere Studierenden wie auch Mitarbeitenden und Dozierenden weiterhin von diesem Geist leiten lassen.“

Prof. Thomas Schadt: „Prof. Hykade gebührt für seine wichtige Arbeit als Leiter des Animationsinstituts allergrößter Dank! Für mich persönlich war und ist er prägender künstlerischer Impulsgeber auf dem Campus Ludwigsburg. Seine Haltung zur mitunter verschleißenden Beziehung von Mensch, Kunst und industrieller Produktion hat auch mich zudem darin wachgehalten, für Studierende der Filmakademie ein besonderes Fürsorgebewusstsein zu entwickeln. Umso mehr hat es mich gefreut, ihn nun an zentraler Stelle der Lehre auch zukünftig auf dem Campus zu wissen.“

Den für sich gewonnenen künstlerischen Freiraum möchte Andreas Hykade wieder verstärkt kreativ nutzen. Mehrere Film-, Buch- und Musikprojekte für Erwachsene und Kinder sind in Planung. Darüber hinaus will er sich in Zukunft verstärkt dem geschriebenen Wort zuwenden: „Meine Zeit als Leiter des Animationsinstituts war so spannend und bewegt, dass sie auf jeden Fall künstlerisch verarbeitet werden muss. Ich habe zwei unterschiedliche Arbeitstitel, zwischen denen ich mich noch nicht entschieden habe: „The Beautiful Kingdom“ oder „The Boss Who Cried“.

Über Andreas Hykade
Diese Beziehung hat etwas von Schicksal: Andreas Hykade, geboren 1968 im bayerischen Wallfahrtsort Altötting, hat die Gründung und den Aufstieg der Filmakademie Baden-Württemberg von Anfang an miterlebt und mitgestaltet. Der Schüler in Albrecht Ades legendärer Trickfilmklasse an der Kunstakademie Stuttgart wechselte 1991 nach Ludwigsburg und gehörte 1995 zu den ersten Absolventinnen und Absolventen der neuen Filmhochschule. Vertreten durch das Stuttgarter Studio „Film Bilder“, fasste der Ausnahme-Trickfilmer mit dem unverwechselbaren Stil nach seinem Studium rasch Fuß in der Animationsszene und wurde für Kurzfilme wie „We Lived in Grass“ oder „Ring of Fire“ mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Ebenso erfolgreich waren seine animierten Videoclips „Zehn kleine Jägermeister“ und „Walkampf“ für die Band Die Toten Hosen. Kultstatus bei Eltern wie Kindern genießt bis heute seine Trickfilmserie „TOM und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig“, koproduziert vom SWR und seit 20 Jahren Dauerbrenner auf KiKA & Co. Es folgten hochgelobte, ebenfalls preisgekrönte Arbeiten wie „The Runt“, „Love & Theft“, „Nuggets“ und zuletzt „Altötting“, inspiriert von der besonderen Marienverehrung in seiner bayerischen Heimatstadt. 2019 wurde Andreas Hykade in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences berufen. Seine Lehrtätigkeit begann Hykade 2001 als Dozent der „Filmgestaltung 2 Animation“ an der Filmakademie. Nach Stationen am Royal College of Art London, an der Kunsthochschule Kassel und der Harvard University kehrte er 2011 als Professor für Animationsfilm nach Ludwigsburg zurück. Im Oktober 2014 übernahm er erst die kommissarische, seit April 2015 auch die offizielle Leitung des Animationsinstituts. Der Filmakademie bleibt er auch nach seinem Abgang von diesem Posten verbunden. Als Leiter Animation Directing kann er ab Oktober 2022 die Diplomprojekte und die Studierenden dieser Studienvertiefung künftig von der Idee über das fertige Projekt bis hin zu einem kraftvollen Eintritt ins Berufsleben federführend begleiten.
 

1.07.2022

 

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ALUMNI DER FABW FREUEN SICH ÜBER EINE LOLA FÜR DIE "BESTE TONGESTALTUNG":

Die Deutsche Filmakademie hat am 24. Juni den Deutschen Filmpreis 2022 im Palais am Funkturm in Berlin vergeben. Die LOLA in Gold für die Beste Tongestaltung ging in diesem Jahr an den Spielfilm NIEMAND IST BEI DEN KÄLBERN (Regie und Drehbuch: Sabrina Sarabi) und damit insbesondere an die Filmakademie-Alumni Jonathan Schorr, Dominik Leube und John Gürtler. Die drei Absolventen aus den Studienschwerpunkten Filmton/Sounddesign bzw. Filmmusik erhielten die begehrte LOLA gemeinsam mit ihrem Kollegen Gregor Bonse.

Das Drama NIEMAND IST BEI DEN KÄLBERN handelt von dem Paar Christin (Saskia Rosendahl) und Jan (Rick Okon), die in der mecklenburgischen Provinz auf einem Bauernhof leben. Ihre Liebe ist dahin und Christin will nur noch weg, aber wohin, weiß sie nicht. Dann taucht eines Tages der Windkraftingenieur Klaus, 46, aus Hamburg auf und alles ändert sich…

Für Jonathan Schorr (FABW-Diplom Filmton/Sounddesign 2014) und Dominik Leube (FABW-Diplom in Filmton/Sounddesign 2013) ist es bereits die zweite LOLA in der Kategorie Beste Tongestaltung: Schon 2020 haben sie (gemeinsam mit Oscar Stiebitz, Gregor Bonse und Corinna Zink) mit SYSTEMSPRENGER (Regie und Drehbuch: Nora Fingscheidt, ebenfalls FABW-Absolventin) die Auszeichnung gewonnen. John Gürtler (FABW-Diplom in Filmmusik 2011) wurde 2019 sogar mit dem Europäischen Filmpreis in der Kategorie Beste Filmmusik für SYSTEMSPRENGER ausgezeichnet. NIEMAND IST BEI DEN KÄLBERN hat ihm seine erste LOLA eingebracht.

Der Deutsche Filmpreis mit seiner LOLA-Trophäe gilt als wichtigste nationale Auszeichnung der Branche in Deutschland. Die Preisträger*innen werden von den mehr als 2.000 Mitgliedern der Deutschen Filmakademie aus den Nominierungen geheim gewählt. Die mit einem Budget von knapp drei Millionen Euro ausgestattete LOLA wird als höchst dotierter Kulturpreis Deutschlands von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsministerin Claudia Roth, vergeben. Die Gala wurde am Freitagabend im Ersten übertragen. Durch die Veranstaltung führte Moderatorin Katrin Bauerfeind.

Foto: (v.l.n.r.) Dominik Leube, Gregor Bonse, John Gürtler, Jonathan Schorr, Beste Tongestaltung: NIEMAND IST BEI DEN KÄLBERN. (c) Eventexpress
Alle Auszeichnungen:
https://www.deutscher-filmpreis.de/preisverleihung/2022/

 

01.07.2022

 

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Young Director Award 2022:

Kreativnachwuchs der Filmakademie Baden-Württemberg erfolgreich in Cannes

Am vergangenen Donnerstag (23.6.2022) sind sie wieder in Cannes vergeben worden: Die Young Director Awards (YDA). In diesem Jahr waren die Jungwerbefilmer*innen der Filmakademie Baden-Württemberg gleich drei Mal mit ihren FABW-Produktionen erfolgreich: Ganz oben auf dem Siegertreppchen - das Team rund um den Kurzspielfilm THE BOY WHO COULDN’T FEEL PAIN (Regie: Eugen Merher, Producer*innen: Philip Chrobot, Sophie Lotsch), der in der Kategorie „Film School, 6 Minutes and Over“ mit einem Gold Screen und in der Kategorie „Best Use of Music“ mit einem Silver Screen belohnt wurde. Gefolgt von dem Trailer zum Film FATJONA (Regie: Steve Bache, Producerin: Malin Krüger), der ebenfalls einen Gold Screen in der Kategorie „Film School, 6 Minutes and Over“ erhielt. Außerdem wurde der Kurzfilmtrailer NICHT DIE 80ER (Regie: Marleen Valien, Producer*innen: Christine Duttlinger, Lotta Schmelzer, Markus Krojer und Ludwig Meck) in dieser Kategorie mit einem weiteren Silver Screen ausgezeichnet.

THE BOY WHO COULDN’T FEEL PAIN erzählt die fiktive Geschichte des Straßenkämpfers Chester, der keinen Schmerz empfinden kann. Als er die ruhige und warmherzige Annie kennenlernt und diese ihn zum Kampf herausfordert, beginnen sich die Dinge zu ändern. Für die YDA hatte das Team einen kurzen Trailer zu dem rund 20-minütigen Spielfilm erstellt, der die Jury sowohl durch die bewegende Geschichte als auch durch den sensiblen Einsatz der Musik überzeugte und mit einem Gold und einem Silver Screen gefeiert wurde.

FATJONA ist der Name, den die junge Besiana ihrer Tochter gegeben hat, bevor sie das Baby zur Adoption freigab. Doch mittlerweile bereut Besiana diese Entscheidung und macht das mittlerweile 6-jährige Mädchen mit Hilfe einer korrupten Beamtin ausfindig. Als sie jedoch feststellt, dass sie im Leben ihrer Tochter überhaupt keine Rolle spielt, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Auch FATJONA ist ein Kurzspielfilm (27 Minuten), der für die YDA als Trailer eingereicht und von der Jury mit einen Gold Screen geehrt wurde.

In dem 17-Minüter NICHT DIE 80ER geht es um Vorurteile, die tief in den Menschen verankert sind: Lucy mag Anton und Anton mag Lucy. Während beide coole Drinks schlürfen erzählt Anton, dass er HIV positiv ist. Und Lucy muss feststellen, dass sie lange nicht so aufgeklärt ist, wie sie gerne wäre. Den Trailer über das feinsinnige Aufdecken verborgener und unbewusster Denkmuster zeichnete die Jury mit einem Silver Screen aus.

Darüber hinaus konnte Werbefilm-Student Eugen Merherzwei weitere Preise für sein Projekt MOTOCICLISTA einheimsen, das er für die Firmen Sterntag Film und Metropolis Films umgesetzt hat: Für die starke Botschaft gegen die Kinderehe erhielt der Film in der Kategorie „Passion Project“ und in der Kategorie „Changing the World Frame by Frame“ jeweils einen Silver Screen. Außerdem konnte sich Filmakademie-Alumna Anna Sophia Richard über einen Silver Screen in der Kategorie „Documentaries“ freuen. Sie erhielt die begehrte Trophäe für ihr Dokumentarfilmprojekt BLACK RIVER.

Insgesamt verlieh die internationale Jury 43 Silver Screen-Trophäen und 19 Gold Screens sowie zwei Sonderpreise. Der Young Director Award für Jungregisseur*innen wird jährlich vom europäischen Verband der Werbefilmproduzenten CFP-E (Commercial Film Producers of Europe) in Zusammenarbeit mit dem Magazin Shots ausgeschrieben. Die Preisverleihung fand auch in diesem Jahr während des Werbefilmfestivals „Cannes Lions International Festival of Creativity“ statt.

Weitere Informationen unter: https://www.youngdirectoraward.com/2022-winners/

THE BOY WHO COULDN’T FEEL PAIN
Regie: Eugen Merher*
Bildgestaltung/Kamera: Mortimer Hochberg
Ton: Paul Powaljaew
Szenenbild: Alexander Antholzner
Producer*in: Philip Chrobot, Sophie Lotsch
Kameraassistenz: Leo Sikstel
Grip: Alexandros Patikidis
Gaffer: Roberto Zuniga
Darsteller*in: Dawda Jallow JR, Matthew Jean, Annette Mack, Delilah Napier, Dylan Sprayberry, Eric Dean Young

FATJONA
Drehbuch: Driton Sadiku
Regie: Steve Bache
Bildgestaltung/Kamera: Manuel Meinhardt, Wesley Salamone*
Ton: Till Kauffer
Szenenbild: Verena Metzger
Producerin: Malin Krüger
Regieassistenz: Dominique Durda, Sebastian Schultze
Kameraassistenz: Florian Hohensee, Niklas Kern, Nicolai Schatton
Produktionsleitung: Julius Wieler
Darsteller*in: Karen Dahmen, Joanne Gläsel, Lotta Herzog, Johanna Kolberg, Kaya Marie Möller

NICHT DIE 80ER
Drehbuch: Ludwig Meck*, Christine Duttlinger, Max Rauer, Marleen Valien
Regie: Marleen Valien
Bildgestaltung/Kamera: Max Rauer
Montage/Schnitt: Vreni Sarnes*
Szenenbild: Christina Mammes
Producer*in: Ludwig Meck*, Markus Krojer, Lotta Schmelzer, Christine Duttlinger
Casting: Stella Markert*
Darsteller*in: Deniz Orta, Merlin Rose, Joshua Jaco Seelenbinder

*Eugen Merher, Ludwig Meck, Vreni Sarnes, Stella Markert und Wesley Salamone sind Stipendiat*innen der Baden-Württemberg Stiftung.

01.07.2022

 

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FABW-Projekte gewinnen Nachwuchspreise der ARD Degeto:

Verleihung im Rahmen des 1. "Degeto Campus"

Am Mittwoch, 23. Juli 2022 fand der "Degeto Campus" statt. Im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe der ARD Degetowurde erstmals der „Killerstories Series Award” vergeben. Der gemeinsam mit der ARD Mediathek initiierte Nachwuchspreis prämiert herausragende Horror- und Mystery-Stoffe. Aus fast 100 Einreichungen wurden zwei Projekte ausgezeichnet. Eines davon ist das Serienkonzept KALTES KLARES WASSER von Arvid Klapper und Valentin Burkhardt von der Filmakademie Baden-Württemberg. Die zweite Trophäe ging an SIDONIA von Josy Scheffler (dffb).

Über KALTES KLARES WASSER urteilte die Jury: „Die Serie (…) fasziniert durch das mühelose Spiel zwischen ungewöhnlicher Metaphorik und Wendungen, die man nicht kommen sieht. Das Horror-Genre entsteht durch vielfältige Elemente: ein See, der plötzlich da ist und ein gewaltiges Eigenleben zu haben scheint und Bewohner, deren seelische Auseinandersetzung mit sich selbst und ihrer Vergangenheit untrennbar mit der Gegend in der ost-deutschen Provinz verbunden ist. Sie alle scheinen in einem Vakuum zwischen vergangenen Zeiten und einer Zukunft, die noch nicht angefangen hat, stecken geblieben zu sein.“ Mit dem Produktionspartner Studio Zentral wird die Serie im Auftrag der ARD Degeto für die ARD Mediathek realisiert.

Der bereits zum siebten Mal vergebene Impuls Preis ging an Madeleine Hartung und Julia Schubeius, ebenfalls von der Filmakademie Baden-Württemberg für ihr Exposé JACQUELINE. Darin geht es um die Identitätssuche einer kleinwüchsigen jungen Frau. Die Auszeichnung ist verbunden mit einem Treatment-Auftrag für den Degeto-Sendeplatz "Endlich Freitag im Ersten". Das Exposé besteche "durch ein komplexes Handlungs- und Figurengeflecht, das geschickt 'Spiel-im-Spiel-Elemente' nutzt, um Ereignisse zu verdichten, Ambivalenzen und gegenläufige Interessen der Figuren sichtbar zu machen", so die Jury. Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Themenschwerpunkt Diversität.

Die Nachwuchspreise sind für die ARD Degeto ein wichtiger Baustein, um die ARD Mediathek als Streamingplattform für jüngere Zielgruppen durch zeitgemäße Inhalte noch attraktiver zu machen.

Die Veranstaltungsreihe „Degeto Campus“ soll sich relevanten Themen der TV- und Filmbranche wie Diversität, Inklusion oder Geschlechtergerechtigkeit widmen. Bei der ersten Ausgabe stand das Problem des Gender Gap im Drehbuchbereich im Fokus. Zudem gaben Degeto-Chef Thomas Schreiber und Redaktionsleiter Christoph Pellander einen kurzen Überblick über bevorstehende Projekte.

*Arvid Klapper ist Stipendiat der Baden-Württemberg Stiftung und hat am internationalen Partnerprogramm "Hollywood Workshop Los Angeles" teilgenommen.

Weitere Informationen:
https://www.degeto.de/killerstories-series-award/

Bild: ARD Degeto

01.07.2022

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"Los cuatro vientos" gewinnt einen civis medienpreis:

YOUNG C. AWARD geht an Filmakademie-Diplomfilm

Der Filmakademie-Dokumentarfilm LOS CUATRO VIENTOS (DIE VIER WINDE) hat bei der Verleihung des Europäischen CIVIS Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt den YOUNG C. AWARD gewonnen. Die Auszeichnung ist mit 2.000 Euro dotiert. 

Der Diplomfilm LOS CUATRO VIENTOS von Anna-Sophia Richard (Regie), Gerrit Klein und Adrian Goiginger (Produzenten, Giganten Film), Mariana Schneider (Producerin), Jonas Schneider (Bildgestaltung), Felix Schmerbeck, Anselm Koneffke und David Kuruc (Montage/Schnitt), Claudio Demel (Sounddesign) und Marvin Keil (Mischung) erzählt exemplarisch das Schicksal von sechs Menschen aus Fondo Negro, einem Dorf im Südwesten der Dominikanischen Republik. Die Region ist seit den 1980er Jahren besonders stark von Auswanderung betroffen. Die Auswirkungen dieser Migration sind gewaltig: Ehen zerbrechen, viele Kinder müssen ohne ihre Mütter oder Väter aufwachsen, junge Menschen träumen von der großen Welt und kehren oft nach Misserfolg und finanziellem Ruin zurück. Was alle verbindet, ist die Liebe zu ihrem Herkunftsland und ihren Familien. Und die Migration prägt das Schicksal jeder und jedes Einzelnen.

Regisseurin Anna-Sophia Richard kam in der Dominikanischen Republik zur Welt und verbrachte ihre Kindheit zwischen ihrem Geburtsland, Deutschland und Guatemala. 2013 begann sie ihr Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg im Bereich Regie. LOS CUATRO VIENTOS ist ihr Diplomfilm.

Die internationale Jury begründete ihre Wahl wie folgt: „Was bedeutet es, wenn eine Familie auf mehrere Länder verteilt ist? Der Film zeigt in eindringlichen Bildern und achtsam ausgewählten O-Tönen die paradoxe Entwurzelung der Migration: Jemand verlässt die Familie, um für sie da zu sein. Der Stuttgarter Betonbau und die Farben der karibischen Welt sind in diesem Film gleichermaßen präsent. Er fällt keine moralischen Urteile, sondern macht mittels der herausragenden Regie und Kameraarbeit zwiespältige Gefühle erfahrbar.“

Die Preisverleihung fand am heutigen Freitag, 3. Juni als Livestream statt. In der ARD Mediathek ist sie ab 05. Juni 2022 zu sehen. Die ARD/Das Erste strahlt sie am Montag, 06. Juni 2022, um 23:35 Uhr aus. Zu den Laudator*innen zählte u.a. der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck. 

Der CIVIS Medienpreis ist Europas bedeutendster Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt. Er wird seit 1988 verliehen und mittlerweile in 24 Sprachen und allen Mitgliedsstaaten der EU sowie der Schweiz ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden die besten Programmleistungen im Film, Fernsehen, Radio und im Internet zum Thema Migration, Integration und kulturelle Vielfalt in Europa – alle gestalterischen Formen sind möglich. Die Preise sind insgesamt mit über 20.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen:
www.civismedia.eu

LOS CUATRO VIENTOS (DIE VIER WINDE)
Regie: Anna-Sophia Richard
Produzenten: Gerrit Klein, Adrian Goiginger
Producerin: Mariana Schneider
Redaktion (SWR): Marcus Vetter, Astrid Kuck
Bildgestaltung: Jonas Schneider
Montage: Felix Schmerbeck, Anselm Koneffke, David Kuruc
Musik: Berend Intelmann
Sounddesign: Claudio Demel
Mischung: Marvin Keil
Farbkorrektur: Florian Staerk
Produktion: Giganten Film Produktions GmbH
Koproduktion: Südwestrundfunk, Filmakademie Baden-Württemberg

Bild: Giganten Film Produktions GmbH

15.06.2022

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Benefizveranstaltungen für Ukraine-Geflüchtete:

Spendengelder auf dem Campus der Filmakademie übergeben

5.574 Euro sind bei den „NO MORE WAR!!“ Ukraine-Benefizveranstaltungen im März und April zusammengekommen, die unter der Federführung des Fördervereins der Filmakademie Baden-Württemberg e.V. in Zusammenarbeit mit der Filmakademie Baden-Württemberg (FABW), KinoKult e.V. Programmkinos, dem Haus des Dokumentarfilms e.V. sowie dem Kunstzentrum Karlskaserne organisiert wurden. Über die Summe freut sich der Verein Deutscher Kinderschutzbund Orts- und Kreisverband Ludwigsburg e.V., der mit dem Geld geflüchtete Familien aus der Ukraine unterstützt. Am 25. Mai 2022 fand die Scheckübergabe auf dem Campus der Filmakademie statt.

Unter dem Aufruf „NO MORE WAR!!“ fand Ende März eine Abendveranstaltung im Kunstzentrum Karlskaserne Ludwigsburg statt. Die Schriftstellerin Lena Gorelik sprach über Ursachen und Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine. Im Anschluss schilderten die FABW-Studentinnen Yelyzaveta Davydenko und Alina Yklymova mit russischen bzw. ukrainischen Wurzeln ihre Sicht auf den Krieg und seine Auswirkungen auf ihr tägliches (Zusammen)Leben. Zum Ausklang der Veranstaltung folgte dann ein Konzert der Pianistin Katherine Zyabluk aus Kiew. Als Moderator führt Jürgen Walter, 1. Vorsitzender des Fördervereins der FABW, durch den Abend.

Die zweite Benefiz-Veranstaltung fand im April im Kino Caligari in Ludwigsburg statt. Gezeigt wurde der Dokumentarfilm CHODORKOWSKIS NEUE FREIHEIT von Regisseur und FABW-Absolvent Cyril Tuschi. Im Anschluss beleuchtete Cyril Tuschi im Gespräch mit Dr. Kay Hoffmann (Haus des Dokumentarfilms e.V.) u.a. das „System Putin“ und die Rolle der Oligarch*innen in Russland.

Beide Veranstaltungen erfreuten sich eines großen Zuspruchs des Publikums, was sich auch in der Höhe der Spendengelder niederschlägt. Der Förderverein der FABW freut sich über die Summe und hofft, angesichts der sich verschärfenden humanitären Katastrophe im Land und unter den Flüchtenden auf diese Weise ein wenig zur Linderung beitragen zu können.

Foto (im Anhang):
v.l.n.r. Daniel Gachstatter, KinoKult e.V. Programmkinos; Yelyzaveta (Lisa) Davydenko, FABW-Studentin; Jürgen Walter, 1. Vorsitzender des Fördervereins der FABW; Christa Holtzhausen, 1. Vorsitzende des Orts- und Kreisverbandes Ludwigsburg e. V. des Deutschen Kinderschutzbundes
(c) FABW

15.06.2022

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FABW-Dokumentarfilm SEEPFERDCHEN gewinnt Grimme-Preis 2022:

Auch Alumni der Filmakademie unter den Preisträger*innen

Die Jurys haben getagt und die 58. Grimme-Preise bekanntgegeben. Im Wettbewerb Kinder & Jugend zählt zur Freude des gesamten Teams die FABW-Produktion SEEPFERDCHEN zu den Gewinnern. Ausgezeichnet wird Autorin und Regisseurin Nele Dehnenkamp. Auch zwei Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg befinden sich unter den Preisträger*innen. Die Auszeichnungen werden am 26. August 2022 im Theater der Stadt Marl verliehen.

Der 16-minütige, bereits mehrfach prämierte Dokumentarfilm SEEPFERDCHEN folgt Hanan und ihrem kleinen Bruder Sidar. In einem Schwimmkurs stellen sich beide dem traumatischen Erlebnis ihrer Flucht über das Mittelmeer nach Deutschland in einem überfüllten Schlauchboot.

Die Jury des Grimme-Preises urteilte:
Traumatische Erlebnisse Kindern zugänglich zu machen ist ein schwieriges Unterfangen. Nele Dehnenkamp gelingt dies eindrucksvoll, indem sie ein vielschichtiges Bild entwirft, das den Protagonist:innen Raum gibt und den Zuschauenden zahlreiche Anknüpfungsmöglichkeiten lässt. Während jüngere Kinder an Sidars Schwimmerfolgen begeistert teilnehmen können, haben Ältere die Möglichkeit, den ebenso kraftvollen wie schmerzlichen Rückblicken Hanans zu folgen. Nele Dehnenkamp beweist dabei ein ausgesprochenes Gefühl für Rhythmik und Timing. Konzentriert auf das Setting des Schwimmbads werden ruhige, bedeutsame Interviewsequenzen mit beeindruckenden Unterwasseraufnahmen und belebten Schwimmszenen virtuos miteinander verknüpft. Hanans Voice-over wird dabei ebenso dezent und punktgenau eingesetzt wie die Musik. Ebendiese Konzentration ermöglicht dem Film eine enorme Entfaltung seiner Ausdruckskraft. Unterstützt durch die hohe Ästhetik der Bilder gelingt es, die entstandenen Kopfbilder zur Flucht und zur Gefahrenlage im Mittelmeer auf die Unterwasseraufnahmen im Schwimmbad zu übertragen. Dies wirkt an keiner Stelle manieriert oder aufgesetzt. Hanans Beschreibungen ihrer persönlichen Erlebnisse und Ängste werden vielmehr in eine anspruchsvolle Ästhetik eingebettet. In dieser sorgfältig komponierten filmischen Form kommt die emotionale Vorsicht und Wertschätzung der Filmemacherin gegenüber ihrer Protagonistin zum Ausdruck.
(Quelle: www.grimme-preis.de/58-grimme-preis-2022/preistraeger/p/d/seepferdchen)

Im Wettbewerb Fiktion zählten darüber hinaus auch zwei Alumni der Filmakademie zu den Preisträger*innen. Für den POLIZEIRUF 110 – SABINE erhielt u.a. Regisseur Stefan Schaller eine Auszeichnung und für die Politsatire DIE IBIZA-AFFÄRE u.a. Nils Landmark (Montage).

Der Grimme-Preis zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen für Fernsehsendungen und -leistungen in Deutschland und wird seit 1964 jährlich in Marl verliehen.

Weitere Informationen:
www.grimme-preis.de

SEEPFERDCHEN
Buch, Regie: Nele Dehnenkamp
Produktion: Nele Dehnenkamp, Christine Duttlinger
Bildgestaltung: Tobias Winkel, Sina Diehl
Montage: Jana Briesner
Filmmusik: Paul Chriske
Sounddesign: Johann Meis
Ton: Johann Meis, Simon Droessler
Tonmischung: Jana Irmert
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

02.06.2022

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Finale bei den 18. PORSCHE AWARDS in Ludwigsburg:

And the Porsche Award 2022 goes to...

Ludwigsburg, 24. Mai 2022

Die Entscheidungen sind getroffen: Am Dienstagabend (24.05.22) hat die Jury die Filme bekanntgegeben, die in diesem Jahr mit den PORSCHE AWARDS 2022 – FOR YOUNG TALENTS IN ADVERTISING ausgezeichnet wurden. Im Rahmen einer festlichen Preisverleihung im Albrecht Ade Studio der Filmakademie Baden-Württemberg wurden insgesamt vier Preise in drei Kategorien an den internationalen Filmnachwuchs vergeben. Zwei Trophäen blieben in Ludwigsburg, während zwei weitere Preise in die USA bzw. das norddeutsche Hamburg gingen.

In der Kategorie Short Advertising Content setzte sich der Beitrag DIRTY MONEY für Apple Pay (Regie: Sinan Sevinç und Dominik Ströhle) durch. Der vergnügliche Werbefilm über die schmutzige Reise eines Dollarscheins ist eine Produktion von Studierenden der FABW. Die Jury lobte die klare Idee und die auf den Punkt gebrachte Botschaft. Besonders gefielen die hervorragende Umsetzung durch Kamera und Regie sowie der Humor, der Lust darauf macht, den Spot wieder und wieder anzusehen.

In der Kategorie Long Advertising Content konnte sich das US-Team von „States United to Prevent Gun Violence: UNBOXING“ (Regie: Kevin Wilson, Jr.) durchsetzen. Der in den USA produzierte Social Spot warnt vor der beunruhigenden Tatsache, dass in den Vereinigten Staaten jeden Tag acht Kinder mit einer nicht gesicherten Waffe erschossen werden oder sich versehentlich damit selbst erschießen. Die Jury war tief berührt von dem Spot, der eine starke Spannung aufbaut und Gänsehaut erzeugt: „Er hat eine großartige Eröffnung und braucht genau die richtige Zeit, um seine starke Botschaft zu vermitteln: Storytelling, Umsetzung, Timing und Schauspiel überzeugen ebenso wie der clevere und vielschichtige Einsatz des YouTube-Formats.“

Der Name der dritten Kategorie Driven by Dreams ist angelehnt an den Brand Purpose von Porsche und an ein Zitat des Unternehmens-Gründers Ferry Porsche, der sein Traumauto nicht finden konnte und daher entschied, es selbst zu bauen. In dieser Kategorie finden sich Filme, die dazu ermutigen, an die eigenen Träume zu glauben und sich für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen.

Hier gewann der FABW-Kurzfilm A DARK MOMENT OF FAITH (Regie: Zornitsa Dimitrova) für stopthetraffik.org, einer Organisation, die gegen Menschenhandel und Ausbeutung kämpft. Der Film porträtiert die junge Vicky, die keinen anderen Weg sieht, Geld für die Beerdigung ihrer Mutter aufzutreiben, als ihren Körper zu verkaufen - bis sie auf Vasco trifft. Das gekonnt inszenierte Roadmovie überzeugte die Jury durch seine großartige Besetzung und die gelungene Regie: „Die Geschichte entfaltet sich Schritt für Schritt und gipfelt in einem überraschenden Ende und einer starken Botschaft.“

In diesem Jahr waren besonders viele Spots mit starker Aussage und gekonnter Umsetzung im Rennen um die Porsche Awards. Aus diesem Grund lobte die Jury in der Driven-by-Dreams-Kategorie eine SPECIAL MENTION aus, über die sich das Team der Hamburg Media School um Regisseurin Sarah Fürstenberg freuen konnte. Ihr Spot #THEOTHERVULVA für Plan International Deutschland / NALA e.V. macht auf die verheerenden Folgen der grausamen Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung aufmerksam, die bis heute traditionell in vielen Ländern der Welt durchgeführt wird. „Wir waren der Meinung, dass dieser Film aufgrund der starken gesellschaftlichen Relevanz seines Themas sowie seiner kurzen, aber äußerst packenden Umsetzung eine besondere Erwähnung in dieser Kategorie verdient“, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Die FABW als Veranstalter und Porsche als Hauptsponsor konnten sich in diesem Jahr wieder über ein von Gästen gut besuchtes Albrecht Ade Studio freuen: Neben den nominierten Filmteams nahmen auch zahlreiche Branchengäste sowie die internationale Fachjury an der Veranstaltung teil. Die Porsche Awards wurden zudem als Livestream online übertragen. Durch den Abend führte als Moderatorin Britta Poetzsch, Chief Creative Officer Campaign bei der Hamburger Marketingagentur Track GmbH.

Die hochkarätig besetzte internationale Fachjury hatte innerhalb von 121 Einreichungen aus 24 Ländern zunächst zwölf Nominierungen bestimmt. Der Jury gehörten in diesem Jahr an:

-    Julica Hauke, Managing Partner, Grabarz & Partner Werbeagentur, Hamburg
-    Oliver Hoffmann, Director Marketing Communications, Porsche AG, Stuttgart
-    Daniel Huntley, News Editor shots, London
-    Matthias Lebeer, Director, London
-    Jabu Nadia Newman, Director, Capetown, South Africa
-    Lyndy Stout, Editor 1.4, London

Pro Preiskategorie wurde ein Gewinnerfilm prämiert. Die drei erfolgreichen Teams erhalten jeweils eine Trophäe sowie ein Preisgeld von 4.911€ – nach wie vor als Reminiszenz an den Sportwagenklassiker Porsche 911.

Weitere Partner bzw. Sponsoren der Porsche Awards sind die Stadt Ludwigsburg, die Distelhäuser Brauerei Ernst Bauer GmbH & Co. KG und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH.

Internationale Medienpartnerschaften bestehen mit shots - international advertising film publication (London), 1.4 - online platform for international short film talents (London) sowie mit dem Young Director Award (YDA), der jährlich beim Cannes Lions Festival vergeben wird. „Shots“ und „1.4“ werden alle ausgezeichneten und nominierten Filme sowie Interviews mit den Filmemacher*innen veröffentlichen.

Weitere Informationen unter: www.porsche-awards.com

Foto:Die Gewinner*innen der Porsche Awards 2022. V.l.n.r.: Tobias Wilhelmer, Stefanie Gödicke, Zornitsa Dimitrova (Team A Dark Moment of Faith, FABW), Kevin Wilson Jr. (Unboxing, USA), Dominik Ströhle, Yili Baumann und Sinan Sevinc (Team Dirty Money, FABW).

Copyright: ©Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

Alle nominierten Filme mit Credits sind auch auf dem Vimeo Channel der FABW verfügbar:
https://vimeo.com/showcase/9494499?page=1

PORSCHE AWARDS 2022

Einreichfrist

26.10.2021 – 31.01.2022

Verleihung

24. Mai 2022

Veranstalter 

Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

Veranstaltungsort
Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg

Projektleitung

Supervising: Olivia Marten; Projektleitung: Christian Schega
porsche-awards(at)filmakademie.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / Deutschland 

Fenja Schnizer und Andreas Friedrich: presse(at)filmakademie.de

Maximale Film-/Formatlänge
Bis 60 Sekunden (Short Advertising Content)
Bis 20 Minuten (Long Advertising Content)
Bis 20 Minuten (Driven by Dreams)

Sprache
Originalsprache, englische Untertitel

Preisgeld
Je 4.911 Euro in allen drei Kategorien

Hauptsponsor
Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart


Öffentlichkeitsarbeit und Presse:
Nadescha Vornehm: nadescha.vornehm(at)porsche.de

Co-Sponsoren/Partner
Stadt Ludwigsburg
Distelhäuser Brauerei Ernst Bauer GmbH & Co. KG
Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH

Medienpartner

shots, Internationale Werbefilmpublikation, London
1.4, Online-Plattform für internationale Kurzfilmtalente, London
Young Director Award, Award Dedicated to Rising Young Directors

02.06.2022

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„Welcome Home“ – Neuer Imagefilm der Filmakademie Baden-Württemberg feiert Premiere:

Realisierung durch ein Team von Studierenden aus dem 1. Jahr

Wer bewirbt sich eigentlich an der Filmhochschule? Oftmals sicherlich junge Menschen, die für ihre eigenen kreativen Ideen so sehr brennen, dass sie von ihrem Umfeld schief angesehen und als eigenartig, als „weird“ eingestuft werden. Diesen Gedanken greift der neue Imagefilm der Filmakademie Baden-Württemberg auf, der ab heute auf dem YouTube Channel der FABW zu sehen ist:

https://youtu.be/8qqEj5QQsuY

Realisiert hat ihn ein Team von Studierenden aus dem 1. Studienjahr. Im vergangenen Jahr setzten sie sich, nachdem das Projekt Imagefilm ausgeschrieben worden war, in einem Pitch vor dem Direktor der FABW, Prof. Thomas Schadt, sowie Mitgliedern der Belegschaft aus unterschiedlichen Abteilungen gegen mehrere Mitbewerber*innen durch.

Der kurze Film stellt vier dieser von ihren Mitmenschen unverstandenen jungen Kreativen vor, die schließlich an der Filmakademie Baden-Württemberg eine Heimat finden – unter Kommilitoninnen und Kommilitonen, die ein ähnliches mind set haben und die gleiche Begeisterung in sich tragen wie sie selbst. Und zwar an einem Ort, der ihnen optimale künstlerische und technische Voraussetzungen für eine fundierte Ausbildung und professionelle Vernetzung bietet: auf dem Akademien-Campus mit der Filmakademie, ihrem Animationsinstitut, internationalen Partnerhochschulen auf fünf Kontinenten, dem Weiterbildungsprogramm Atelier Ludwigsburg-Paris sowie der benachbarten Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Folgerichtig schließt der Imagefilm auch mit dem Claim: Welcome Home! 

Prof. Thomas Schadt, Direktor der FABW, ist stolz auf den neuen Imagefilm und das junge Team: „Aus den vielen tollen Einreichungen von Studierenden und Alumni hat uns das Projekt des Teams aus Erstjahresstudierenden sofort überzeugt: Nicht nur die Idee inspiriert, sie spiegelt auch die Welt vieler junger Menschen wider, die auf der Suche nach ihrem individuellen künstlerischen Ausdruck sind. Es spricht für das junge Team, dass sie sich gleich zu Beginn parallel zu ihrem Studium dieser Aufgabe angenommen haben. Aber es spricht auch für den kreativen Spirit der Filmakademie, dass sie dem Team dieses Projekt zugetraut hat.“

Das Filmteam:

Director & Creator: Vanessa Stachel
Creator: Florian Leppin
Producers: Julius Wieler, Nadia Zimmermann
Cinematography: Marie Scholjegerdes
Editor: Jueli Kanuma 

Cast:
Lilly: Roxanne Rittmann 
Tobi: Kai Bosse 
Yasmin: Nina Niknafs 
Kim: Thapelo Mashiane 

Production Designer: Stefanie Gehlken
Assistant Production Designers: Elisa Morrisey, Flo Maurer 
Props Assistant: Saskia Stirn 
Costume Designer: Madeleine Kropp 
Assistant Costume Designer: Karla Scherwitz
Makeup Artist: Selina Wriessnegger 
Additional SFX Makeup: Sabina Stöckler 
1st Production Manager: Hannah Buhr 
1st AD: Maxi Antonia Stumpp 
Production Assistant: Anja Giele 
1st AC: Nico Flach 
2nd AC: Victoria Adelsbach 
Key Grip: Tim Grau 
Additional Grip: Pascal Chorus
Gaffer: Benedict Uphoff
Lighting Technicians: Max Rechtsteiner, Samuel Albert
Additional Lighting Technicians: Julius Moritz Kügel, Silas Weidner
Set-Runner: Tamara Bechtold, Peter M. Wacker, Nadia Falser, Lena Hohm, Felina Schreiber, Lukas Lenz , Tobias Daniel Weber
Soundmixer: Manik Möllers 
Sound Assistants: Marvin Gerstmeier, Kilian Oser
Colorist: Benedict Uphoff
Sounddesign: Manik Möllers 
Composition: Kilian Oser 
Motion Design: Nicolas Schneider 
2D Concept, Animation & Storyboard: Melanie Schnaidt
2D Concept & Compositing: Nicolas Sperling
Concept Artist: Sascha May
3D Creature Sculpting, Texturing, Shading, Lighting, Rendering, Matchmove & Compositing: Tobias Eckerlin 
3D Creature Modeling, Rigging & Animation: Lilli-Luisa Heckmann 
Additional Compositing: Isabelle Kramer, Erika Stolz
Storyboard Artist: Jan Klingner
On Set VFX Supervisor: Philipp Dörrer

19.05.2022

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"LASST UNS MITEINANDER SPRECHEN"

Neuer Grundsatztext von Prof. Thomas Schadt 

Die Corona-Pandemie bestimmte in den letzten beiden Jahren die Schlagzeilen ähnlich stark, wie es aktuell der Ukraine-Krieg tut. Dennoch gibt es darüber hinaus weitere Themen, die gesellschaftlich zunehmend an Bedeutung gewinnen, natürlich auch an der Filmakademie Baden-Württemberg. Unter den Studierenden machen sich angesichts der Klimakrise Zukunftsängste breit. Gleichzeitig treten sie engagiert für größere Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung ein, aber auch für ein neues Miteinander, das von Chancengleichheit und Diversität bestimmt ist. 

Die FABW begrüßt und unterstützt dieses studentische Engagement ausdrücklich. Wird es allzu radikal verfolgt, birgt es jedoch auch Gefahren, etwa wenn im Übereifer Forderungen nach der Zensur von Filmen oder Texten laut werden, die den angestrebten Zielen nicht entsprechen. Unter anderem auf solche Gefahren weist der Direktor der Filmakademie, Prof. Thomas Schadt, in seinem neuen Grundsatztext hin, den er im Februar dieses Jahres verfasst hat. Unter der Überschrift „Lasst uns miteinander sprechen“ berichtet er, zum Teil sehr persönlich, auch über die Erfahrungen seiner eigenen Sozialisierung als Kind und junger Erwachsener.

Der Titel des Textes ist bewusst gewählt: „Wir leben in einer Zeit, in der alles nur noch schwarz oder weiß betrachtet wird und keine Zwischentöne mehr zu existieren scheinen“, so Prof. Schadt. „Alle beharren auf ihrer eigenen Meinung, teilweise sogar, ohne sich mit den Ansichten Anderer überhaupt auseinanderzusetzen. Fake News, Hetze und Shitstorms in den sozialen Medien befeuern diesen Trend zusätzlich. Gerade an einer (Film)Akademie aber muss es unsere oberste Aufgabe sein, den Gedanken von Demokratie, Freiheit der Wissenschaft und einem angst- und zensurfreien Miteinander hochzuhalten und dies unseren Studierenden zu vermitteln.“

Der Text steht unter folgendem Link zum Lesen und als Download auf der Homepage der FABW zur Verfügung. Unter dem Label „Standpunkte – Texte zu Lehre und Gesellschaft“ sind am gleichen Ort auch weitere Schriften und Interviews von Thomas Schadt zu finden:

https://www.filmakademie.de/de/studium/studieren-an-der-filmakademie/texte-prof-thomas-schadt/standpunkte/

19.05.2022

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FABW-UND ALUMNI-PRODUKTIONEN BEIM DOK.FEST IN MÜNCHEN:

Das Programm von DOK.fest München steht fest. Mit 124 Filmen aus 55 Ländern ist es Deutschlands größtes Dokumentarfilmfestival. In diesem Jahr findet es erstmals dual statt: Vom 04.-15. Mai 2022 sind die Filme an 20 Spielorten in der Münchner Innenstadt zu sehen. Vom 09.-22. Mai ist das Programm darüber hinaus online on Demand auch zuhause abrufbar. Mit dabei sind fünf Produktionen der Filmakademie-Baden-Württemberg und ihrer Absolvent*innen.
 
Der Wettbewerb DOK.horizonte präsentiert Filme, die von Ländern im Umbruch erzählen. Dort feiert der FABW-Diplomfilm KASH KASH seine Deutschlandpremiere, produziert von Alumnus Matthias Drescher (Film- und Fernsehlabor Ludwigsburg FFL). Regisseurin Lea Najjar zeichnet darin ein sensibles Porträt ihrer Heimatstadt Beirut, die geprägt ist von korrupten Eliten, politischem Protest und einer ungewissen Zukunft.

Im gleichen Wettbewerb geht MIDWIVES (Regie: Austauschstudentin Snow Hnin Ei Hlaing) an den Start, produziert von der AMA FILM GmbH der Filmakademie-Absolventin Andrea Roggon und Ulla Lehmann, Absolventin des Atelier Ludwigsburg-Paris. Die Tongestaltung stammt u.a. von FABW-Alumnus Marc Fragstein. Der Film ist in Myanmar angesiedelt und berichtet von der ambivalenten Beziehung einer buddhistischen Hebamme und ihrer Assistentin, die der muslimischen, von Rassismus und Verfolgung bedrohten Minderheit der Rohingya angehört.

Um den mit 3.000 Euro dotierten Student Award konkurriert u.a. die Filmakademie-Produktion GERMANY REPRESENT – JUNG, WEIBLICH, POLITISCH, entstanden im Studiengang Fernsehjournalismus. Das Team um Regisseurin Jannika Quaas begleitet drei Frauen aus unterschiedlichen politischen Lagern, die in ihrer engagierten Arbeit Hassbotschaften und Rassismus trotzen, darunter Nyke Slawik, die erste Trans-Frau im deutschen Bundestag.

Hoffnungen auf den Student Award kann sich auch DONBAS DAYS machen, den Philipp Schaeffer (Regie, Autor, Kamera), Paul Hartmann (Produktion) und Jonathan Rösch (Ton) außerhalb ihres Studiums an der FABW realisiert haben. Darin erzählen sie die Geschichte des 19-jährigen tschechischen Zirkusartisten Kuba, der nach seinem Schulabschluss ein Auslandsjahr in der Ukraine verbringt, um vom Krieg geprägten Kindern Jonglierunterricht zu geben.

In der Reihe DOK.focus BRAVE NEW WORK ist die Filmakademie-Produktion PORNFLUENCER (Regie: Joscha Bongard) zu sehen, die einem Paar folgt, das sein Geld mit Amateurpornos verdient. Ein zuweilen schmerzhafter Blick in eine weitgehend unbekannte Welt. 

In der Sektion DOK.panorama läuft DIE AUTOBAHN - KAMPF UM DIE A 49, der neue Film von FABW-Absolvent Frank Marten Pfeiffer (Regie, gemeinsam mit Klaus Stern, sowie Bildgestaltung). Zum Team gehörten auch die Filmakademie-Studenten Lukas Reiter (Kamera) und Joschua Biesenthal (Ton). Thema des Films sind der umstrittene Ausbau der A 49 und der damit verbundene Kampf um die Erhaltung des Dannenröder Forsts in Nordhessen.

Die Reihe DOK.education präsentiert u.a. den bereits mehrfach ausgezeichneten FABW-Kurzfilm SEEPFERDCHEN (Regie: Nele Dehnenkamp). Er folgt Hanan und ihrem kleinen Bruder Sidar, die sich in einem Schwimmkurs dem traumatischen Erlebnis ihrer Flucht über das Mittelmeer nach Deutschland in einem überfüllten Schlauchboot stellen.

Last but not least widmet das Festival der langjährigen Filmakademie-Professorin und leitenden Dozentin im Studiengang Dokumentarfilm Heidi Specogna eine kleine Retrospektive mit sechs ihrer Filme, die in besonderer Weise den globalen Süden in den Blick nehmen.

Das Programm von DOK.fest München gliedert sich in vier Hauptwettbewerbe und acht Reihen. Seine hochwertige Filmauswahl und ein attraktives Rahmenprogramm machen es seit 1985 zu einem wichtigen Treffpunkt für die Dokumentarfilmbranche. 

Weitere Infos zum Festival unter
www.dokfest-muenchen.de

CREDITS FABW-FILME

KASH KASH – WITHOUT FEATHERS WE CAN‘T LIVE 
(Deutschland / Libanon / Katar)
Regie: Lea Najjar (FABW)
Regieassistenz: Alia Haju
Bildgestaltung: Jonas Schneider (Alumnus)
Montage: Tobias Wilhelmer (FABW)
Produzent: Matthias Drescher, Film- und Fernsehlabor Ludwigsburg FFL (Alumnus)
Producer: Max Brunner (FFL), Julian Haisch (FABW)
Line Producer Libanon: Jinane Dagher
Musik: Farrah Kaddour & Samah Boulmona
Sounddesign & Supervision: Frederic Hellmann (FABW)
Mischung: Daniel Kling (FABW)
Sound Operator: Rayan Obeyd
Dialog Edit: Max Schieder
Foley Artist: Rachel Oker (FABW)
Foley Edit: Timo Klabunde (FABW)
Additional Foleys: Ylva Sommer (FABW)
Redaktion (SWR): Marcus Vetter

GERMANY REPRESENT – JUNG, WEIBLICH, POLITISCH 
Buch: Jannika Quaas, Matthias Wölbing
Regie: Jannika Quaas
Producer*innen: Louis Wick, Jannika Quaas
Bildgestaltung: Jakob Sinsel
Montage: Matthias Wölbing 
Filmmusik: Jonas Vogler
Set-Ton: Henrike Sommer
Dialogue Editing & Sounddesign: Daniel Kling
Mischung: Stefan Erschig
'Colorist: Jakob Sinsel
Motion Design: Sarah Klostermeier
Dramaturgische Beratung: Torben Hensel
Regieassistenz: Jasmin Hauer, Noah Vaca Weber
Credit Song: Sönke Weißer, Lucie Fischer „Luzifa“, Jakob Klaffensteiner, Annabelle Müller „Nikra"
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

PORNFLUENCER
Drehbuch: Joscha Bongard, Wolfgang Purkhauser
Regie: Joscha Bongard
Bildgestaltung/Kamera: Jakob Sinsel
Filmmusik: Jonas Vogler
Sounddesign: Johann Meis
Montage, Motion Design: Wolfgang Purkhauser
Producer, Übersetzer: Louis Wick
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH
Verleih: Salzgeber & Co. Medien GmbH

SEEPFERDCHEN
Buch, Regie: Nele Dehnenkamp
Produktion: Nele Dehnenkamp, Christine Duttlinger
Bildgestaltung: Tobias Winkel, Sina Diehl
Montage: Jana Briesner
Filmmusik: Paul Chriske
Sounddesign: Johann Meis
Ton: Johann Meis, Simon Droessler
Tonmischung: Jana Irmert
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

05.05.2022

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FILMAKADEMIE-PRODUKTION BEIM TRIBECA FESTIVAL:

NICHT DIE 80ER im Kurzfilm-Wettbewerb

Robert de Niro´s waiting… Dieser Songtitel könnte für das Team von NICHT DIE 80ER um Regisseurin Marleen Valien vielleicht bald Wirklichkeit werden. Denn die Filmakademie-Produktion wurde in den Kurzfilm-Wettbewerb des 21. Tribeca Festival (8.-19. Juni 2022) in New York aufgenommen, das einst von der Schauspiel-Ikone de Niro mitgegründet wurde. 

Aus der Rekordzahl von über 7.200 Kurzfilm-Einreichungen wurden 43 Beiträge aus 25 Ländern für den Wettbewerb ausgewählt. Zu diesem illustren Kreis zählt nun also auch NICHT DIE 80ER. Im Mittelpunkt des Films stehen Lucy und Anton. Sie mögen sich. Während beide zwei „coole Drinks“ schlürfen, erzählt Anton, dass er HIV-positiv ist. Und Lucy muss feststellen, dass sie lange nicht so aufgeklärt ist, wie sie gerne wäre.

NICHT DIE 80ER war im Januar bereits im Wettbewerb Kurzfilm beim Max Ophüls Preis Saarbrücken vertreten und gewann zuletzt beim Filmfest Dresden den „Goldenen Reiter des Publikums“ im Nationalen Wettbewerb. Sollte der Film bei Tribeca die Auszeichnung als „Best Narrative Short“ gewinnen, wäre er automatisch in der Vorauswahl für die Academy Awards, also für den Kurzfilm-Oscar© gelistet.

Das Tribeca Festival wurde 2001 in New York von Robert De Niro, Jane Rosenthal und Craig Hatkoff als Folge der Anschläge auf das World Trade Center gegründet. Ziel war es, zur kulturellen und wirtschaftlichen Wiederbelebung des Bezirks Lower Manhattan beizutragen. Tribeca gehört inzwischen zu den weltweit renommiertesten Festivals. Es zieht etablierte Künstler*innen und preisgekrönte Stars an, gilt aber auch als wichtiges Schaufenster und Sprungbrett für Nachwuchstalente. Neben Filmen finden beim Tribeca Festival auch die Bereiche Fernsehen, Streaming, Virtual Reality oder Gaming ihren Platz.

Weitere Infos zum Festival unter:
tribecafilm.com

NICHT DIE 80ER
Drehbuch: Marleen Valien, Max Rauer, Christine Duttlinger, Ludwig Meck**
Regie: Marleen Valien
Bildgestaltung: Max Rauer
Montage: Vreni Sarnes**
Szenenbild: Christina Mammes
Casting: Stella Markert**
Producer*innen: Christine Duttlinger, Markus Krojer, Ludwig Meck, Lotta Schmelzer**
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH
Darsteller*innen: Deniz Orta, Merlin Rose, Joshua Jaco Seelenbinder

** Ludwig Meck, Vreni Sarnes, Stella Markert und Lotta Schmelzer sind Stipendiat*innen der Baden-Württemberg Stiftung und haben an einem Austauschprogramm mit der französischen Partnerhochschule La Fémis in Paris teilgenommen.

21.04.2022

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Caligari-Preise 2022 des Fördervereins der Filmakademie Baden-Württemberg:

Feierliche Preisverleihung im Albrecht Ade Studio der FABW

Text: Sabine Willmann/Wiltrud Baier, Vorstandsmitglieder des Fördervereins der Filmakademie Baden-Württemberg, 14.4.2022

Am 12.04.22 fand die Verleihung der Caligari-Preise des Fördervereins der FABW im gut besuchten Albrecht Ade Studio der Filmakademie statt. 37 Drittjahres-, Viertjahres- und Diplomfilmprojekte konkurrierten um elf Caligari-Förderpreise - darunter acht durch Unternehmengestiftete Preise und drei Mitgliederpreise

Alle Preise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert, die zweckgebunden für die Umsetzung des ausgezeichneten Filmprojekt verwendet werden müssen. Bisher wurden annährend 1 Million Euro Fördersumme an studentische Projekte der FABW ausgeschüttet.  

Die Vielfalt der Themen war in diesem Jahr breit gestreut: Neben Umweltzerstörung, Flucht und Entwurzelung themetisierten die Student*innen der Fachbereiche Spielfilm, Dokumentarfilm, Fernsehjournalismus, Werbung, Serienproduktion und Animatio sehr stark auch Selbstfindung und Identifikation. 

Drei ehemalige Filmakademie-Studentinnen und Mitglieder im Vorstand des Fördervereins überreichten die ersten drei Preise in der Kategorie Animation:

Andrea Block (CEO und Producerin von LUXX Film GmbH) übergab den ersten Mitgliederpreis an das Filmprojekt SCRUBBY von Paul Vollet. Wiltrud Baier (Produktionsfirma Böller und Brot) verlieh den Caligari-Preis der Andreas Stihl AG & CO.KG an IT’S JUST A HOLE von Bianca Scali. Im Anschluss zeichnete Sabine Willmann (Film & Medien / do-q media) den Puppentrickfilm DETLEV von Ferdinand Ehrhardt mit dem zweiten Mitgliederpreis aus.

In einem Interview mit Filmakademie-Direktor Prof. Thomas Schadt, der auch als Moderator durch den Abend führte, gab Chiara Fleischhacker anschließend Einblicke in die Entwicklung ihres Projekts VENA, für das sie 2021 einen Caligari-Förderpreis und 2022 den Thomas-Strittmatter-Preis erhalten hatte.

Danach ging es mit der Kategorie Dokumentarfilm weiter: Moritz Schreiner (CEO Royal Film Company GmbH) übergab einen Stifterpreis an das Projekt DIE VERURTEILTEN VON MORIA von Jennifer Mallmann. Isabel Kurz (Abteilungsdirektorin Vorstandsstab und Pressesprecherin der Kreissparkasse Ludwigsburg) überreichte den Caligari-Preis der Stiftung Kunst, Kultur und Bildung der Kreissparkasse Ludwigsburg sowie ein großes rotes Herz an das Projekt NIEMANDSLAND von Esra Laske.

In der Kategorie Szenischer Film verlieh Sebastian Mannl (Bürgermeister für Mobilität, Sicherheit und Tiefbau der Stadt Ludwigsburg) den Preis der Stadt Ludwigsburg für DIE FARBE DER BÄUME an das Team um Maximilian Köhler. Die nächsten beiden Auszeichnungen wurden von Prof. Thomas Schadt  verliehen: Der Petra-Mosselman-Gedächtnispreis der UFA-Fiction GmbH ging an das tragische Kurzfilmmusical ICH BIN DER ARCHITEKT MEINES LEBENS von Ares Ceylan, der Preis der Wüstenrot Stiftung an den Coming-of-Age-Kurzfilm ARUNAS von Julius Blum. 

Wolfgang Kerber (Head of Production M.A.R.K. 13 – COM GmbH & Co.KG und Vorstandsmitglied) verlieh den dritten Mitgliederpreis an die multiperspektivische Wedeking-Adaption FRÜHLINGSERWACHEN von Jana Klingseisen.

Der Caligari-Preis des Ministeriums für Umwelt, Klima u. Energiewirtschaft Baden-Württemberg wurde vom dienstältesten Vorstandsmitglied Friedrich Müller an das Projekt NOT ON MY BEACH von Johanna Gräwinger aus dem Studiengang Fernsehjournalismus verliehen.

Dietmar Ivasko (Organisationsdirektor SparkassenVersicherung) übergab den Caligari-Preis der SV SparkassenVersicherung an die historische Drama-Serie TITANINNEN von Annika Mommsen. 

Ein besonderes Highlight des Abend waren die Beiträge der Caligari-Band unter der Leitung von Andreas Fuchs mit bekannten Motiven aus der Welt der Filmmusik.

Im Anschluss an die Preisverleihung gab es wieder ausführlich Gelegenheit für die ausgezeichneten Student*innen, Preisstifter*innen und Branchengäste für einen angregten Austausch bei einem komplett biologischen, nachhaltigen und regionalen Büffet. 

Der Förderverein dankt allen Preisstifter*innen und seinen über 200 Mitgliedern. 

Wer die Caligari-Förderpreise als Privatperson oder Firma unterstützen möchte, findet den Mitgliedsantrag auf der Website der Filmakademie unter „Förderverein“.

21.04.2022

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Stipendien unterstützen internationales Partnerprogramm:

„ICLA 2.0“ startet an der Filmakademie Baden-Württemberg

Anfang April sind 20 Gaststudierende in das Sommersemester der Filmakademie Baden-Württemberg gestartet. Bis Mitte August werden die jungen Filmemacher*innen die Neuauflage der International Class „ICLA 2.0“ besuchen. Der Zusatz 2.0 deutet schon an, dass der viereinhalbmonatige Kurs gänzlich neu konzipiert wurde – vor allem hinsichtlich Stoffentwicklung, Netzwerkaktivitäten und Begegnungen auf dem Campus. Das Programm wird durch Stipendien der Baden-Württemberg Stiftung und weiterer Förderer unterstützt.

Ganz oben auf der Agenda der ICLA 2.0 stehen die enge Zusammenarbeit der Gaststudierenden und die Entwicklung gemeinsamer studentischer Projekte. Neben Begegnungen mit namhaften Filmemacher*innen, Besuchen des Internationalen Trickfilm Festivals Stuttgart (ITFS) und der FMX – Film & Media Exchange sowie einer Exkursion zum Deutschen Filmmuseum und dem Filmarchiv in Frankfurt a.M. ist ein 10-tägiger Workshop im Herzen des Schwarzwaldes der Höhepunkt des diesjährigen Programms. Die filmischen Ergebnisse des Workshops werden zum Ende des Semesters im August während einer öffentlichen Präsentation an der Filmakademie gezeigt, wozu alle Interessierten herzlich eingeladen sind. 

Nachdem die letzte ICLA im Corona-Winter 2020/2021 mit 16 Teilnehmenden stattgefunden hatte, besteht die aktuelle Klasse aus 20 Studierenden aus elf Ländern (Nigeria, Südafrika, Namibia, Israel, Libanon, Indien, Sri Lanka, Ungarn, Argentinien, Equador und die USA). Im Gegensatz zu den regulären Studiengängen findet der gesamte Unterricht für die Studierenden auf Englisch statt. 

Der Aufenthalt der „Incomings“ wird unterstützt und ermöglicht durch: Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM der Baden-Württemberg Stiftung, Unterstützung des Auswärtigen Amts, Förderung des Goethe Institutes in Colombound dem Programm „Namibia Initiative“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK).

Zusätzlich werden Vorbereitungen für die Aufnahme weiterer Studierender getroffen, die vor dem Krieg in der Ukrainefliehen oder Russland wegen regimekritischer Haltung verlassen mussten. Hervorzuheben ist insbesondere das Engagement der Baden-Württemberg Stiftung, die mit der kurzfristigen Bereitstellung von Sofortmitteln im Baden-Württemberg-STIPENDIUM die Aufnahme von Geflüchteten in das Programm ermöglicht. 

Prof. Thomas Schadt, Direktor der Filmakademie, freut sich, „dass endlich wieder Leben auf unserem Campus einkehrt. Die Präsenz von 20 Gaststudierenden aus allen Teilen der Welt trägt zu lebhaften Begegnungen und dem persönlichen Austausch bei, den wir lange vermisst haben. Außerdem bin ich persönlich gespannt auf die Geschichten und die Projekte, die unsere Gäste in die Filmakademie hineintragen werden.“

21.04.2022

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Die Nominierungen für die Porsche Awards 2022 stehen fest:

12 Filme gehen ins Rennen um den internationalen Werbefilmpreis

Die Spannung steigt: Ein Dutzend junge Werbefilmtalente kann sich noch Hoffnung auf eine Auszeichnung bei den 18. PORSCHE AWARDS – FOR YOUNG TALENTS IN ADVERTISING machen. Insgesamt wurden 121 Beiträge aus 24 Ländern eingereicht; zwölf von ihnen hat die Jury nominiert. Vier Produktionen von Studierenden der Filmakademie Baden-Württemberg schafften es in die Endauswahl. 

Die Nachwuchs-Werbefilmer*innen werden am 24. Mai 2022 live dabei sein, wenn die begehrten Preise für den internationalen Werbefilm-Nachwuchs in Ludwigsburg an der Filmakademie verliehen werden. Die FABW als Veranstalter und die Porsche AG als Hauptsponsor freuen sich auf die Filmteams und zahlreiche Branchengäste ebenso wie auf die internationale Fachjury und die Moderatorin Britta Poetzsch, Chief Creative Officer Campaign bei der Hamburger Marketingagentur Track GmbH.

Die 12 Nominierungen verteilen sich auf drei Preiskategorien:

Im ersten Beitrag der Kategorie Short Advertising Content wird das berühmte Filmzitat „Follow the money“ ganz wörtlich genommen. In den weiteren Filmen werden Charaktere aus weltberühmten Gemälden in heutige Alltagssituationen transportiert und übergroße Burger landen plötzlich in der Wüste. Außerdem wird die Frage aufgeworfen, was es wirklich bedeutet, sich selbst zu lieben.

Die nominierten Filme in der Kategorie Long Advertising Content kreisen um drei junge Menschen, die Diskriminierung erfahren haben. Es geht um die berühmten Ringer aus der südrussischen Region Dagestan, um ein utopisches Land, in dem junge Menschen beim Fußballspiel neue Wege gehen und um die Gefahren, denen Kinder in den USA durch den privaten Besitz von Schusswaffen ausgesetzt sind.

In der dritten Kategorie, Driven by Dreams, befasst sich ein Beitrag mit einer jungen Frau, die ihren Körper verkauft, um Geld für das Begräbnis ihrer Mutter aufzubringen. Auch geht es um die nächste Generation feministischer Männer. Zu guter Letzt beschäftigen sich zwei Beiträge mit Tabuthemen: die dramatischen Folgen weiblicher Genitalverstümmelung sowie Depressionen und Angststörungen bei jungen Menschen. 

Die Nominierungen im Überblick:

Short Advertising Content
"Apple: DIRTY MONEY" (Regie: Sinan Sevinç, Dominik Ströhle), Produktion: FABW, Deutschland
"Auction Spotter: FIND YOUR ART" (Regie: Fariba Buchheim, Andreas Pfohl), Produktion: NOZY Films, Deutschland
"Hardees: GO ALL IN" (Regie: Angelo Cerisara), Produktion: BIG KAHUNA, Libanon
"MeUndies: LOVE EVERY FLAW" (Regie: Mario Garza), Produktion: KoolShiit Productions, USA

Long Advertising Content 
"Carhartt WIP: WORKING ON SOCIETY" (Regie: Vincent Boehringer), Produktion: FABW, Deutschland
"Diesel: DAGESTAN EAR" (Regie: Natascha Stogu), Produktion: FABW, Deutschland
"Nike: THE LAND OF NEW FOOTBALL" (Regie: Felix Brady), Produktion: Stink Films, Großbritannien
"States United to Prevent Gun Violence: UNBOXING" (Regie: Kevin Wilson, Jr.), Produktion: Chelsea Pictures, USA

Driven by Dreams 
"stopthetraffik.org: A DARK MOMENT OF FAITH" (Regie: Zornitsa Dimitrova), Produktion: FABW, Deutschland
"They Have Spoken: THE BOYS HAVE SPOKEN" (Regie: Java Jacobs), Produktion: 1/33 Productions, USA
"Plan International Deutschland / NALA e.V.: #THEOTHERVULVA" (Regie: Sarah Fürstenberg), Produktion: Hamburg Media School, Deutschland
"Hope Guardians: VOICENOTE" (Regie: Talya Galasko), Produktion: Sketchbook Studios, Südafrika

Der hochkarätig besetzten internationalen Fachjury gehören diesem Jahr an:

-Julica Hauke, Managing Partner, Grabarz & Partner Werbeagentur, Hamburg
-Oliver Hoffmann, Director Marketing Communications, Porsche AG, Stuttgart
-Daniel Huntley, News Editor shots, London
-Matthias Lebeer, Director, London
-Jabu Nadia Newman, Director, Capetown, South Africa
-Lyndy Stout, Editor 1.4, London

Pro Preiskategorie wird ein Gewinnerfilm prämiert. Die drei erfolgreichen Teams erhalten jeweils eine Trophäe sowie ein Preisgeld von 4.911€ – nach wie vor als Reminiszenz an den Sportwagenklassiker Porsche 911.

Weitere Partner bzw. Sponsoren der Porsche Awards sind die Stadt Ludwigsburg, die Distelhäuser Brauerei Ernst Bauer GmbH & Co. KG und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH.

Internationale Medienpartnerschaften bestehen mit shots - international advertising film publication (London), 1.4 - online platform for international short film talents (London) sowie mit dem Young Director Award (YDA), der jährlich beim Cannes Lions Festival vergeben wird. 

Weitere Informationen unter: www.porsche-awards.com

21.04.2022

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Internationales Festival CPH:DOX in Kopenhagen:

Next:Wave Award für Dokumentarfilm KASH KASH der Filmakademie Baden-Württemberg 

Der Dokumentarfilm KASH KASH – WITHOUT FEATHERS WE CAN‘T LIVE ist auf dem internationalen Dokumentarfilmfestival CPH:DOX (23.3. bis 3.4.2022) in Kopenhagen mit dem Next:Wave Award ausgezeichnet worden. Das filmische Porträt der Stadt Beirut feierte auf dem Festival seine Weltpremiere und ist zudem das Kinodebüt der jungen Regisseurin und Filmakademie-Studentin Lea Najjar.

Im Mittelpunkt von KASH KASH – WITHOUT FEATHERS WE CAN‘T LIVE steht das uralte Tauben-Glücksspiel „Kash Hamam“, bei dem jeder Spieler versucht, mit allerlei Tricks die Tauben der Nachbarn auf sein eigenes Dach zu locken. Wenn eine gegnerische Taube landet, wird sie mit Netzen gefangen, um so den eigenen Spielschwarm zu vergrößern. Dieser Fang nennt sich dann "Kash”. Anhand von drei Taubenspielern und einem Mädchen, das darum kämpft, selbst in das männlich dominierte Spiel einzusteigen, entwickelt Lea Najjar gemeinsam mit ihrem Team – u.a. Jonas Schneider (Bildgestaltung), Julian Haisch (Producer), Frederic Hellmann (Sounddesign), Tobias Wilhelmer(Montage) und Daniel Kling (Mischung) –  ein sensibles Porträt ihrer Heimatstadt Beirut. Einer Stadt, die zerrissen ist zwischen widersprüchlichen Traditionen, einer korrupten politischen Elite und Volksprotesten und die von einer der größten Explosionen des 21. Jahrhunderts heimgesucht wurde. Aber auch von einer Stadt, in der sich die bedrängten Bürger*innen trotz Chaos zusammenfinden und Gemeinschaften bilden.

Die Jury urteilte: “From a tiny anecdote this film expands its cinematic universe and unveils the disillusionment of an entire city – an entire country. From the opening scene’s claustrophobic setting, to the final wide eye of an artificial pigeon, witnessing the place it took flight from. We, the jury, wish to give this year’s Next:Wave Award to a piece of delicate yet vigorous cinema: ‘Kash Kash – Without Feathers We Can’t Live”.

Das „Copenhagen International Documentary Film Festival CPH:DOX“ ist eines der größten Dokumentarfilmfestivals Europas. 2003 gegründet, findet es seitdem jährlich in Kopenhagen, Dänemark, statt. CPH:DOX ist bekannt für sein scharfes und gewagtes Programmprofil: Das Festival zeigt nicht nur Dokumentarfilme – es verankert diese auch in einen gesellschaftlichen Kontext durch Debatten, Gespräche mit Künstler*innen und Veranstaltungen. In diesem Jahr kürten die Jurys Gewinner*innen in sechs internationalen Wettbewerben: Neben dem Hauptpreis Dox:Award wurden Preise in den Kategorien F:act Award, Nordic:Dox Award, New:Vision Award, Next:Wave Award und Politiken:Dox Award vergeben.

KASH KASH – WITHOUT FEATHERS WE CAN‘T LIVE 
(Deutschland / Libanon / Katar)

Regie: Lea Najjar (FABW)
Regieassistenz: Alia Haju
Bildgestaltung: Jonas Schneider (Alumnus)
Montage: Tobias Wilhelmer (FABW)
Produzent: Matthias Drescher, Film- und Fernsehlabor Ludwigsburg FFL (Alumnus)
Producer: Max Brunner (FFL), Julian Haisch (FABW)
Line Producer Lebanon: Jinane Dagher
Musik: Farrah Kaddour & Samah Boulmona
Sounddesign & Supervision: Frederic Hellmann (FABW)
Mischung: Daniel Kling (FABW)
Sound Operator: Rayan Obeyd
Dialog Edit: Max Schieder
Foley Artist: Rachel Oker (FABW)
Foley Edit: Timo Klabunde (FABW)
Additional Foleys: Ylva Sommer (FABW)
Redaktion (SWR): Marcus Vetter

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=amWG7Imxxvg

Weitere Informationen über alle Preisträger*innen:
https://cphdox.dk/the-winners-of-cphdox-2022/

07.04.2022

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LOS CUATRO VIENTOS für Young C. Award nominiert:

Filmakademie-Produktion im Rennen um einen CIVIS Medienpreis 2022

Die Filmakademie-Produktion LOS CUATRO VIENTOS (DIE VIER WINDE) ist für den Europäischen CIVIS Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt nominiert. Der Diplom-Dokumentarfilm konkurriert mit einer weiteren Produktion (Themenabend „60 Jahre Almanya“: Gleis 11) um den mit 2.000 Euro dotierten YOUNG C. AWARD. Die Preisträger*innen werden am Freitag, dem 03. Juni 2022 bekanntgegeben.

Der Film LOS CUATRO VIENTOS von Anna-Sophia Richard (Regie), Gerrit Klein und Adrian Goiginger (Produzenten), Mariana Schneider (Producerin), Jonas Schneider (Bildgestaltung), Felix Schmerbeck, Anselm Koneffke und David Kuruc (Montage/Schnitt), Claudio Demel (Sounddesign) und Marvin Keil (Mischung) erzählt exemplarisch das Schicksal von sechs Menschen aus Fondo Negro, einem Dorf im Südwesten der Dominikanischen Republik. Die Region ist seit den 1980er Jahren besonders stark von Auswanderung betroffen. Die Auswirkungen dieser Migration sind gewaltig: Ehen zerbrechen, viele Kinder müssen ohne ihre Mütter oder Väter aufwachsen, junge Menschen träumen von der großen Welt und kehren oft nach Misserfolg und finanziellem Ruin zurück. Was alle verbindet, ist die Liebe zu ihrem Herkunftsland und ihren Familien. Und die Migration prägt das Schicksal jeder und jedes Einzelnen.

Regisseurin Anna-Sophia Richard kam in der Dominikanischen Republik zur Welt und verbrachte ihre Kindheit zwischen ihrem Geburtsland, Deutschland und Guatemala. 2013 begann sie ihr Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg im Bereich Regie. LOS CUATRO VIENTOS ist ihr Diplomfilm.

Die internationale Jury begründete ihre Wahl wie folgt: „Was bedeutet es, wenn eine Familie auf mehrere Länder verteilt ist? Der Film zeigt in eindringlichen Bildern und achtsam ausgewählten O-Tönen die paradoxe Entwurzelung der Migration: Jemand verlässt die Familie, um für sie da zu sein. Der Stuttgarter Betonbau und die Farben der karibischen Welt sind in diesem Film gleichermaßen präsent. Er fällt keine moralischen Urteile, sondern macht mittels der herausragenden Regie und Kameraarbeit zwiespältige Gefühle erfahrbar.“

Für den CIVIS Wettbewerb 2022 wurden annähernd 800 Produktionen aus 20 EU-Staaten und der Schweiz eingereicht, von denen schließlich 23 für den CIVIS Medienpreises für Integration und kulturelle Vielfalt nominiert wurden. Die Verleihung findet am Freitag, 03. Juni 2022 in Köln statt und wird per Livestream direkt übertragen. In der ARD Mediathek ist die CIVIS Preisverleihung ab 05. Juni 2022 zu sehen. Die ARD/Das Erste strahlt sie am Montag, 06. Juni 2022, um 23:35 Uhr aus. Durch die Preisverleihung führt die Journalistin und Moderatorin Anna Dushime

Der CIVIS Medienpreis ist Europas bedeutendster Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt. Er wird seit 1988 verliehen und mittlerweile in 24 Sprachen und allen Mitgliedsstaaten der EU sowie der Schweiz ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden die besten Programmleistungen im Film, Fernsehen, Radio und im Internet zum Thema Migration, Integration und kulturelle Vielfalt in Europa – alle gestalterischen Formen sind möglich. Die Preise sind insgesamt mit über 20.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen:
https://www.civismedia.eu/medienpreis/medienpreis-2022/nominierungen

LOS CUATRO VIENTOS (DIE VIER WINDE)
Regie: Anna-Sophia Richard
Produzenten: Gerrit Klein, Adrian Goiginger
Producerin: Mariana Schneider
Redaktion (SWR): Marcus Vetter
Bildgestaltung: Jonas Schneider
Montage: Felix Schmerbeck, Anselm Koneffke, David Kuruc
Musik: Berend Intelmann
Sounddesign: Claudio Demel
Mischung: Marvin Keil
Farbkorrektur: Florian Staerk
Produktion: Giganten Film
Koproduktion: Südwestrundfunk, Filmakademie Baden-Württemberg

Foto: GIGANTEN FILM

07.04.2022

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FABW-WERBEFILME RÄUMEN PREISE AB:

Erfolge beim deutschen Werbefilmpreis und Spotlight Festival

Stolze sieben Nominierungen für den Deutschen Werbefilmpreis 2022 hatten Produktionen der Filmakademie Baden-Württemberg in der Kategorie "Bester Nachwuchswerbefilm" verzeichnet. Bei der Verleihung in Hamburg am vergangenen Freitag, 25. März machte schließlich der Film BORN GUILTY – Innocence Project das Rennen. Regisseur Sinan Sevinç nahm die Auszeichnung persönlich entgegen. 
BORN GUILTY erzählt die wahre Geschichte von Huwe Burton, einem schwarzen Teenager aus der Bronx, der im Alter von 16 Jahren zu Unrecht für den Mord an seiner eigenen Mutter verurteilt wird. 19 Jahre verbringt er unschuldig hinter Gittern, bis er mit Hilfe der NGO "Innocence Project" schließlich freigesprochen wird.

Der Deutsche Werbefilmpreis wird von der eigenständigen und unabhängigen Deutsche Werbefilmakademie e.V. verliehen. Sie wurde 2013 von den im Verband organisierten Werbefilm- und Postproduzent*innen gegründet. Ihr Ziel ist es, Qualität zu sichern, Talente zu fördern, herausragende Arbeiten auszuzeichnen, Innovationen voranzutreiben und den interdisziplinären Austausch zu forcieren.

Fast schon traditionell groß abgeräumt haben Werbefilme der FABW auch beim spotlight – Festival für Bewegtbildkommunikation in verschiedenen Kategorien der Sektion Students. Zum 25. Jubiläum des Festivals konnten die Filme bei der Verleihung am 26. März sowohl etliche durch Fachjurys vergebene Auszeichnungen als auch Publikums Awards in Gold, Silber und Bronze gewinnen (vgl. Liste unten). Vierfach erfolgreich waren die Spots HOLY HAPPY FAMILY – Unicef (Regie: Lea Thurner) und DIRTY MONEY – Apple Pay (Regie: Sinan Sevinç, Dominik Ströhle). Je zwei Preise konnten PUDDING – Mercedes-Benz (Regie: Christian Schilling), HENRY – Hansaplast(Regie: Nathalie Lamb) und erneut BORN GUILTY einheimsen. Ein Award ging zudem an den Social Spot POKERFACE – Nacoa, der in der Regie von Filmakademie-Student Alexander Kühn und unter Beteiligung weiterer FABW-Studierender und -Alumni als externes Projekt realisiert wurde.

In der Sektion Professionals - Influencer gingen darüber hinaus zwei Auszeichnungen an FABW-Absolvent Micky Sülzer (Regie) für SUPERMARC – Edeka: eine in Silber durch die Fachjury und ein Publikums Award in Bronze.

spotlight ist das größte Festival für professionelle Bewegtbildkommunikation im deutschsprachigen Raum, zeigt aktuelle Entwicklungen und Trends auf und besticht durch seine Kombination aus Fach- und Publikumsveranstaltung.

spotlight: Sektion Students – Fachjury Awards

TV & Kino
Gold
PUDDING – Mercedes-Benz
Silber
HOLY HAPPY FAMILY - Unicef
Bronze
DIRTY MONEY - Apple Pay

Web & Mobile
Gold
BORN GUILTY – Innocence Project
HENRY - Hansaplast
Bronze
DIRTY MONEY - Apple Pay
POKERFACE – Nacoa
PUDDING – Mercedes-Benz

Social Impact
Gold
HOLY HAPPY FAMILY – Unicef
Silber
BORN GUILTY – Innocence Project

spotlight: Sektion Students – Publikum Awards

TV & Kino
Silber
HOLY HAPPY FAMILY – Unicef
Bronze
DIRTY MONEY - Apple Pay

Web & Mobile
Gold
HENRY - Hansaplast

Animation & VFX
Gold
DIRTY MONEY - Apple Pay
Silber
HOLY HAPPY FAMILY – Unicef

Weitere Infos:

Deutscher Werbefilmpreis
www.deutscher-werbefilmpreis.de/de/

Spotlight Festival
www.spotlight-festival.de

Credits

BORN GUILTY
Regie, Drehbuch: Sinan Sevinç
Bildgestaltung: Christopher Behrmann
Producer*innen: Felix Antretter, Michael Hessenbruch, Stefanie Gödicke
Montage: David Gesslbauer
VFX Supervisor: Mario Bertsch
Filmmusik: Alexander Wolf David
Sounddesign: Julian Berg, Marco Dahl
Szenenbild: Lorena Hahn
Standfotograf (Set): David Daub, Max Rempe
Sprecher: David Burnell
Darsteller*innen: Ben Andrews Rumler, Charity Collin, Natascha Kyei-Dziuk, Markus Schoenen, Elisabeth Clarke Hasters, u.a. 
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

HOLY HAPPY FAMILY
Regie: Lea Thurner
Konzept, Buch: Lea Thurner, Lisa Purtscher
Bildgestaltung: Nico Schrenk
Producer*innen: Lisa Purtscher, Julius Wieler
Montage: Frauke Tietjen
Szenenbild: Sophie Rohm
Animation/VFX: Tom Tolle
Musik: Hannes Bieber
Sounddesign: Julian Berg
 Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

DIRTY MONEY
Regie: Sinan Sevinç, Dominik Ströhle
Bildgestaltung: Christopher Behrmann
Producerin: Elisabeth Yili Baumann
Montage: Bela Adami
Filmmusik: Alexander Wolf David
Sounddesign: Marco Dahl, Julian Berg
Animation: Mario Bertsch
Visual Artist: Matthias Schaudig
Szenenbild: Marie Becher, Maria Schmid
Colorist: Peter Hacker
Darsteller*innen: Alie Kaloloh, Evin Sevinç, Duygu Kelesh, Nils Müller, Marco Nestler, Jessica Stamp, Cathy Fink
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

HENRY
Konzeption, Regie: Nathalie Lamb
Bildgestaltung: Christoph Schumann
Producer: Marco Henn
Montage: Ann-Kathrin Matthes
VFX Supervisor: Pascal Schober
Filmmusik: Julian Erhardt, Victoria Hillestad
Sounddesign: Johannes Scheller
Szenenbild: Nora Balmer, Lorena Hahn
Darsteller*innen: Arne Johann Gerald Herzog, Giuliano Falco, Josefin Hagen, Felix Jeiter, Timon Pesch, Luke Piplies, Holly Wiliams, Lea Wittig
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

PUDDING
Regie: Christian Schilling
Bildgestaltung: Tim Weskamp
Producer: Christian Arnold
VFX Supervisor: Justin Braun
Ton: Floyd Fürstenau
Szenenbild: Philipp Klemm
Darsteller*innen: Rebecca Cooper, Kevin James
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

POKERFACE
Regie: Alexander Kühn
Bildgestaltung: Mortimer Hochberg
Producer: George Telfer
Montage: Tobias Wieduwilt
Szenenbild: Steph Odu
Musik: Alexander Wolf David
Sounddesign: Sirius Kestel
Color Grading: Marina Starke
Produktion: Radical Media
 

Bildquelle: www.deutscher-werbefilmpreis.de/de/

 

07.04.2022

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Kultureller Austausch mit Israel:

Studierende der Filmakademie Baden-Württemberg auf Exkursion in die Wüste Negev

Acht Studierende der Filmakademie Baden-Württemberg (FABW) befinden sich aktuell in Israel, um dort an einem Workshop des Kibbutzim College of Education, Technology and the Art, Tel Aviv, teilzunehmen. Gemeinsam mit acht israelischen Studierenden werden sie im Rahmen einer viertägigen Exkursion die Wüste Negev besuchen. Die Gruppe ist am Mittwoch (09.03.) vom Ort Mitzpe Ramon aus in die Negev aufgebrochen. In mehreren Tagesetappen führt die Reise entlang der Weihrauchstraße zum Berg Karkom. Begleitet wird die Gruppe von den beiden Dozierenden Inga von Staden (FABW) und Avner Faingulernt (Kibbutzim College). 

Auf ihrem Weg werden die Studierenden gemeinsam an mehreren Filmen arbeiten, in deren Zentrum die Eindrücke der Wüste und persönliche Reflexionen stehen. Im Anschluss an die Exkursion kommt die Gruppe Ende März an der FABW in Ludwigsburg erneut zusammen, um das gedrehte Material zu mehreren Kurzfilmen zu verarbeiten. 

Das Programm wird mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und in Kooperation mit dem Kibbutzim College in Tel Aviv durchgeführt. Mit dem College verbindet die FABW außerdem ein Studierendenaustausch von jeweils zwei Studierenden beider Institutionen für die Dauer eines Semesters.

Thomas Schadt, Direktor FABW:
„Kultureller Austausch ist in unseren Zeiten ein kostbares Gut. In der Weite der Wüste Negev werden die Teilnehmenden dieser Exkursion kostbare persönliche Erfahrungen sammeln, aus denen hoffentlich weitere gemeinsame Projekte resultieren. Wir sind glücklich, dass wir den Studierenden diese Erfahrung ermöglichen können! Unser herzlicher Dank gilt dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, das dieses Projekt durch seine Förderung ermöglicht.“

Fragen zum Projekt beantwortet:
Guido Lukoschek
Leiter Internationales Büro der FABW
guido.lukoschek@filmakademie.de
Tel. +49 7141 96982194

Foto: Yair BARAK

 

10.03.2022

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FABW-Dokumentarfilm SEEPFERDCHEN im Rennen um einen Grimme Preis 2022:

Auch etliche Alumni unter den Nominierten

Das Grimme Institut in Marl hat die Nominierungen für den 58. Grimme-Preis bekanntgegeben. Zu den aus über 760 Einreichungen ausgewählten 74 Produktionen und Spezialleistungen zählt auch der an der Filmakademie Baden-Württemberg entstandene dokumentarische Kurzfilm SEEPFERDCHEN. Stellvertretend für das Filmteam erhielten Nele Dehnenkamp (Regie, Buch, Produktion) und Christine Duttlinger (Produktion) im Wettbewerb Kinder & Jugend eine Nominierung.

SEEPFERDCHEN folgt Hanan und ihrem kleinen Bruder Sidar, die sich in einem Schwimmkurs dem traumatischen Erlebnis ihrer Flucht über das Mittelmeer nach Deutschland in einem überfüllten Schlauchboot stellen. Der Film gewann 2021 bereits einen CIVIS Medienpreis (Young C. Award) und wurde von der Deutschen Film- und Medienbewertung FBW mit dem „Prädikat besonders wertvoll“ ausgezeichnet.

In die Vorauswahl des Grimme-Preises haben es auch eine Reihe von FABW-Alumni geschafft. Auf gleich drei Nennungen bringt es Christoph Pellander (Redaktion ARD Degeto): im Wettbewerb Unterhaltung für die Serie KRANITZ - BEI TRENNUNG GELD ZURÜCK sowie im Wettbewerb Fiktion für die Serie ALL YOU NEED und den Film DIE HEIMSUCHUNG. Für letztere Produktion erhielt auch Regisseur Stefan Rick eine Nominierung. Ebenfalls im Wettbewerb Fiktion hoffen Stefan Schaller(Regie) für den POLIZEIRUF 110 – SABINE und Andreas Bareiss (Produktion, Absolvent Atelier Ludwigsburg-Paris) für auf eine Auszeichnung.

Im Wettbewerb Information & Kultur steht Sabrina Proske (Buch, Regie) für JEMEN - DIE MÜTTER DER ENTFÜHRTEN aus der Reihe „Junger Dokumentarfilm“ auf der Liste der Jury, ebenso wie Nicole Vögele in der Kategorie Journalistische Leistungen für die „Monitor“-Reportage EUROPAS SCHATTENARMEE: PUSHBACKS AN DER KROATISCH-BOSNISCHEN GRENZE und Barbara Ott (Regie) im Wettbewerb Unterhaltung für die Sitcom DEADLINES.

Neben den namentlich Nominierten waren viele weitere Alumni der FABW an den von der Jury vorausgewählten Produktionen beteiligt (s. Liste unten).

Der Grimme-Preis zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen für Fernsehsendungen und -leistungen in Deutschland und wird seit 1964 jährlich in Marl verliehen. Die Preisträger*innen werden am 31. Mai 2022 bekanntgegeben. Die Auszeichnungen werden am 26. August 2022 im Theater der Stadt Marl verliehen.

Weitere Informationen:
www.grimme-preis.de

Filmstills SEEPFERDCHEN / © Tobias Winkel + Sina Diehl und ein Porträtfoto von Nele Dehnenkamp / © Nils Stelte unter:
https://www.skyfish.com/sh/fd202236c444c2a73f055dbf4eef39519f4659c0/1ac70391/1953515

SEEPFERDCHEN
Buch,Regie: Nele Dehnenkamp
Produktion: Nele Dehnenkamp, Christine Duttlinger
Bildgestaltung: Tobias Winkel, Sina Diehl
Montage: Jana Briesner
Filmmusik: Paul Chriske
Sounddesign: Johann Meis
Ton: Johann Meis, Simon Droessler
Tonmischung: Jana Irmert
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

Beteiligte FABW-Alumni an nominierten Beiträgen:

Wettbewerb Fiktion

ALL YOU NEED
Redaktion: Christoph Pellander (ARD Degeto)
Musik: Christopher Bremus

DIE HEIMSUCHUNG
Regie: Stephan Rick
Redaktion: Christoph Pellander (ARD Degeto)

POLIZEIRUF 110 - SABINE
Regie: Stefan Schaller

AUF DÜNNEM EIS
Producerin: Anne Büttner

DIE IBIZA-AFFÄRE
Montage: Nils Landmark
Ton-Postproduktion: Volker Armbruster, Luis Schöffend, Marco Schnebel

DIE WESPE
Produktion: Andreas Bareiss

FREUNDE
Montage: Stefan Blau

RUHE! HIER STIRBT LOTHAR
Producerin: Cosima Degler

THE MOPES
Montage: Julia Karg

WIR
Musik: Can Erdogan-Sus

Wettbewerb Information & Kultur

JEMEN - DIE MÜTTER DER ENTFÜHRTEN
Buch, Regie: Sabrina Proske
Montage: Ebrahim Alfadhala (FABW-Student), Alexander Menkö
Ton: Claudio Demel
Sounddesign: Alex Rubin

Journalistische Leistung

Nicole Vögele für ihre im Rahmen eines internationalen Rechercheprojekts entstandene „Monitor“-Reportage EUROPAS SCHATTENARMEE: PUSHBACKS AN DER KROATISCH-BOSNISCHEN GRENZE

Wettbewerb Unterhaltung

DEADLINES
Regie: Barbara Ott
Herstellungs-/Produktionsleitung: Simon Rühlemann
Montage: Gregory Schuchmann
Ton-Postproduktion: Johannes Kunz
Sounddesign: Denis Elmaci

KRANITZ - BEI TRENNUNG GELD ZURÜCK
Redaktion: Christoph Pellander (ARD Degeto)

10.03.2022

 

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FABW-Studentin bei Verleihung während der Berlinale erfolgreich:

Thomas Strittmatter Preis 2022 geht an Chiara Fleischhacker

Der Thomas Strittmatter Preis der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) geht in diesem Jahr an das Drehbuch VENA von Filmakademie-Studentin Chiara Fleischhacker. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wurde am 17. Februar von MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen im Rahmen der Berlinale verliehen.

VENA ist Chiara Fleischhackers Diplomprojekt an der Filmakademie Baden-Württemberg. In dem Sozialdrama geht es um die schwangere, drogenabhängige Jenny, die versucht, sich von der Droge Crystal Meth zu befreien und ihre Tochter nach der Geburt zu behalten. Die Umsetzung des Abschlussfilms ist mit der Produktionsfirma Neue Bioskop Film (u.a. mit Filmakademie-Alumnus Martin Rohé) und Chiara Fleischhacker als Regisseurin geplant. 

Die Entscheidung für den Stoff traf eine hochkarätige Jury, der die Autorin Heide Schwochow (Vorsitz), der Regisseur und Filmakademie-Alumnus Burhan Qurbani (BERLIN ALEXANDERPLATZ, WIR SIND JUNG. WIR SIND STARK, SHAHADA) und Regisseur Damir Lukacevic (HEIMKEHR, TRANSFER, EIN NASSER HUND) angehörten. Aus ca. 40 anonymisierten Einreichungen hatten die Juror*innen vier Drehbücher ausgesucht und für den Preis nominiert, womit bereits ein Preisgeld von je 2.500 Euro verbunden ist. Neben dem Siegerdrehbuch VENA stammten mit Oliver Krachts FETTES LEBEN sowie Michael Glasauers und Tarek Roehlingers TAG X zwei weitere Bücher aus den Federn von Filmakademie-Absolventen.

Zur Begründung urteilte die Jury: „Was Chiara Fleischhacker in ihrem Drehbuch zeigt, ist die Liebe zum Detail: eine Präzision in den Beschreibungen, eine Feinzeichnung ihrer Figuren, die sie mag, das Finden von speziellen Situationen bis in den Nebenstrang und in die Nebenfiguren hinein. Wunderbare Momente. Tiefe und Leichtigkeit. Aber auch die Entscheidung, auf Gegenspieler zu verzichten. Jennys Welt ist kaputt, oder sagen wir: „prekär“. Ihre Abhängigkeit von den Drogen ist existentiell. Ja, aber sie erfährt in ihren Begegnungen mit anderen Menschen trotzdem Respekt. Auch eine Art Liebe, ohne dass es jemals kitschig wird.“

Die Auszeichnung wurde Chiara Fleischhacker in der Landesvertretung Baden-Württemberg von MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen überreicht. Staatssekretärin Petra Olschowski gratulierte der Preisträgerin per Videobotschaft. Im Anschluss las Schauspielerin Nellie Thalbach Auszüge aus dem Drehbuch. 

Mit dem Thomas Strittmatter Preis zeichnet die MFG Filmförderung Autorinnen und Autoren für qualitativ hochwertige Drehbücher aus. Prämiert werden Fernseh- oder Kinostoffe mit einem Bezug zu Baden-Württemberg. Der nach dem jung verstorbenen Autor Thomas Strittmatter benannte Drehbuchpreis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird alljährlich während der Berlinale im Rahmen einer feierlichen Gala verliehen.

Quelle: MFG

Chiara Fleischhacker und Tarek Roehlinger sind Stipendiat*innen der Baden-Württemberg Stiftung.

Weitere Infos:
https://film.mfg.de/preise/thomas-strittmatter-preis/

Foto: MFG / Daniel Hinz

24.02.2022

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Berlinale 2020: FABW-Kamera-Absolvent gewinnt Heiner-Carow-Preis

Lobende Erwähnung für FABW-Film „BLAUES RAUSCHEN“

Die Preisverleihungen fanden bereits am 16. Februar 2022 statt. Im Rahmen der Sektion Perspektive Deutsches Kino wurde Rafael Starman, Kamera-Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg, für seine Bildgestaltung des Films GEWALTEN mit dem Heiner-Carow-Preis der DEFA-Stiftung zur Förderung der deutschen Filmkunst ausgezeichnet. 

Starman war als „Perspektive-Talent Kamera“ nominiert. Erstmals geht der mit 5.000 Euro dotierte Preis somit an ein Perspektive-Talent, das einen Dokumentar- oder Spielfilm der Reihe in seinem jeweiligen Gewerk besonders geprägt hat. Über die Vergabe entschied eine dreiköpfige Jury, bestehend aus Sandra Kaudelka (Filmemacherin), Ute Lubosch (Schauspielerin) und Alexander Iskrov (DEFA-Stiftung). Die Auszeichnung erinnert an den 1997 verstorbenen Filmregisseur Heiner Carow (u.a. DIE LEGENDE VON PAUL UND PAULA).

Die Jurybegründung im Wortlaut:
Dieser Film hat uns irritiert, seine eindringlichen Momente haben uns jedoch nicht losgelassen. GEWALTEN hat es uns nicht leichtgemacht, er ist nicht gefällig, wir waren ihm ausgeliefert, aber es ist ein Film, der nachhallt, dessen intensiven Bildern wir uns nicht entziehen konnten, der zu Fragen zwingt, auf die sich schwer Antworten finden lassen. In einer Welt voller Brutalität, erschafft Rafael Starman mit seiner Bildgestaltung eine unglaubliche Poesie. Mit seinen perfekt komponierten Bildern kreiert er eine beklemmende Atmosphäre, die keine Dunkelheit scheut. Gleichzeitig gibt er dem großartigen Ensemble voller neuer, unverbrauchter Gesichter viel Raum und setzt sie gekonnt in Szene. Wir mussten uns Gewalten im wahrsten Sinne des Wortes erkämpfen, doch trotz aller Hürden und Klippen ist dieser Film auch dank der Bilder vor allem eines: Kino, Kino, Kino!

Für Buch und Regie von GEWALTEN war Filmakademie-Absolvent Constantin Hatz verantwortlich, für die Montage FABW-Alumnus Marco Rottig. Das Drama handelt von dem 14-Jährigen Daniel, der in einem Umfeld voller Gewalt und Gefühlskälte aufwächst und Zuflucht in der rohen Natur sucht.
 
Einen weiteren Erfolg konnte die Filmakademie-Produktion BLAUES RAUSCHEN (Regie: Simon Maria Kubiena) verbuchen: In der Sektion Generation 14plus erhielt der szenische Kurzfilm eine Lobende Erwähnung. Er erzählt von einem jungen Lehrling, der sich enttäuscht von seinem Vater abwendet und väterliche Nähe stattdessen bei seinem Ausbilder sucht. Dabei überschreitet er eine Grenze und findet sich dahinter zum Teil selbst. 

Simon Maria Kubiena und Rafael Starman sind Stipendiat*innen der Baden-Württemberg Stiftung und haben im Rahmen ihres Studiums an der FABW an internationalen Austauschprogrammen teilgenommen.

Foto mit Rafael Starman von der Preisverleihung unter:
www.berlinale.de/de/presse/pressematerial/aktuelle-pressefotos.html

BLAUES RAUSCHEN
Drehbuch: Simon Maria Kubiena, Malgorzata Zglinska
Regie: Simon Maria Kubiena
Producer*innen: Tristan Schneider, Anja Harig
Bildgestaltung: Dennis Banemann
Montage: Jan Wollenschläger
Filmmusik: Jonathan Lietzow, Moritz Klock
Sounddesign: Mladen Boskan
Ton: Roman Trost
Szenenbild: Melanie Grubitsch
Standfotograf (Set): Yidan Zhang
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH
Mit: Marvin Nando Nenning, Rainer Sellien, Lou von Gündell, Mathias Herrmann, Alexander Srtschin, Dorothea Förster, Vincenzo Bonelli

Foto: (c) Daniel Seiffert / Berlinale 2022

24.02.2022

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Achtteiler „ALL IN" Teil der Serienoffensive der ARD Degeto

Mumblecore-Serie von Studierenden der Filmakademie Baden-Württemberg startet on Demand in der ARD Mediathek

Großer Erfolg für das Produktions-Team der Filmakademie-Serie ALL IN: Die achtteilige Mumblecore-Serie von Daniel Popat (Schauspiel und Regie), Marco Hülser (Regie), Lukas Lankisch (Producer), Markus Ott (Bildgestaltung), Dominik Matzka (Musik), Perschya Chehrazi und Philipp Grzemba (Sounddesign), Lukas Reiter und Till Kauffer (Ton) sowie Christoph Hans (Editor) ist auf Anhieb in die ARD Mediathek aufgenommen worden. Damit ist die Mini-Serie, die komplett an der Filmakademie Baden-Württemberg entstand, Teil der aktuellen Serienoffensive der ARD Degeto. ALL IN wird zunächst am 19. März, um 21:45 Uhr im TV-Programm ONE einem breiten Fernsehpublikum vorgestellt und startet dann ab dem 20. März 2022 on Demand in der Mediathek.

ALL IN erzählt die tragikomische Geschichte der beiden erfolglosen Automatenzocker Jamu und Uwe: Sie haben nichts zu verlieren, nehmen sich, was sie brauchen und ziehen einander so immer tiefer in den Schlamassel. Jamu kommt aus Indien und kämpft darum, nicht abgeschoben zu werden. Uwe kommt aus Deutschland. Er ist ein Egoist, dem alle Mittel recht sind, um seine Ziele zu erreichen. Die Beiden gehen durch dick und dünn. Mal kämpfen sie füreinander und mal gegeneinander. Die Serie spielt mit Vorurteilen, Klischees und Zuordnungen und will auf ironische Art auf ein Schubladendenken aufmerksam machen, das immer noch tief in der Gesellschaft verankert ist. 

Das junge Regieduo Daniel Popat und Marco Hülser inszenierten ALL IN im sogenannten Mumblecore-Stil. Dieses aus den USA stammende Independent-Genre setzt gezielt auf Improvisation mit Laiendarsteller*innen und damit auf unmittelbare Alltagsnähe. In den Hauptrollen spielen Daniel Popat und Heiko Pinkowski zwei grandios gegensätzliche Charaktere, die einander mit Verve in die Abwärtsspirale begleiten. 

„Schnell, laut, unbequem, provokant, aber vor allem immer lustig und echt“, so beschreiben Daniel Popat und Marco Hülser ihr Projekt. „Wir haben uns den sensiblen Themen, die wir bei ALL IN ansprechen, hauptsächlich durch Improvisationen genähert. Die Diskussionen darüber, was man zeigt und wie man es darstellen kann, haben dann erst während der Schnittarbeiten stattgefunden. So wurden teilweise 60 Minuten Improvisationen auf 30 Sekunden zusammengekürzt.“

Die Produktion von ALL IN entstand komplett in studentischem Rahmen an der FABW, gedreht wurde in Ludwigsburg und Umgebung. Inspiration für die Geschichte rund um die beiden Underdogs fand das studentische Team im Ludwigsburger Nachtleben: Hier lernten sie Menschen kennen, die mit den Studierenden ihre Lebensgeschichte teilten. Darüber hinaus fanden auch die Dreharbeiten an den Locations statt, die das Team auf die Idee für ALL IN gebracht hatten.

Die Serienoffensive der ARD Degeto startet im März und April und verspricht Serienangebote für jeden Geschmack und für alle Altersgruppen. Vier weitere Serien befinden sich derzeit in Vorbereitung, die das Angebot der ARD Mediathek bereichern sollen. An zwei dieser Projekte wirken auch Alumni der FABW mit: Oliver Keidel (Drehbuch / MUSPILLI) und Svenja Baumgärtner (Montage / DIE PLEGIONÄRIN).

Gerade die Mediathek ist für Christoph Pellander, Redaktionsleiter ARD Degeto und ebenfalls Alumnus der FABW, die ideale Plattform, um jüngere Zielgruppen zu erreichen und dauerhaft für das ARD-Angebot zu begeistern. ALL IN passt damit laut Pellander perfekt zu dieser Plattform: Die Serie sei „ein unglaublich witziges Mumblecore, dessen schräge Figuren einem durch ihre Unbekümmertheit und Spontaneität schnell ans Herz wachsen. Hohes Tempo und schwarzer Humor garantieren beste Unterhaltung. Es ist stark, was dieses junge Team auf die Beine gestellt hat. Ich bin sicher: Insbesondere das junge Mediathek-Publikum wird ALL IN lieben!“

ALL IN
19. März, um 21:45 Uhr in ONE
Ab 20. März 2022 in der ARD Mediathek

Regie: Marco Hülser, Daniel Popat
Bildgestaltung/Kamera: Markus Ott
Filmmusik: Dominik Matzka
Sounddesign: Perschya Chehrazi, Philipp Grzemba
Ton: Lukas Reiter, Till Kauffer
Montage/Schnitt: Christoph Hans
Producer: Lukas Lankisch, Elias Maniatopoulos, Till Schadeck
Kameraassistenz: Jan Durst, Maximilian Müller
Kostümbild: Mara Laibacher
Grading: Jakob Sinsel
Darsteller*innen: Daniel Popat, Lucy Alena Wilke, Heiko Pinkowski Agentur Adam, Emrah Erdogru, Katrin Gärtner, Raúl Semmler, David Steffen, Carmen Zehentmeier

ALL IN ist eine Produktion der Filmakademie Baden-Württemberg im Lizenzerwerb der ARD Degeto.

*Daniel Popat, Markus Ott und Maximilian Müller sowie Alumna Svenja Baumgärtner sind Stipendiat*innen der Baden-Württemberg Stiftung und haben im Rahmen ihres Studiums an der FABW an internationalen Austauschprogrammen teilgenommen.

24.02.2022

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Erfolge beim Preis der deutschen Filmkritik

Filmakademie-Diplomfilm und -Alumni gewinnen Auszeichnungen

Der FABW-Diplomfilm THE TROUBLE WITH BEING BORN (Regie: Sandra Wollner) hat gestern (9.2.2022) den Preis der deutschen Filmkritik als Bester Spielfilm des Jahres 2021 gewonnen. Ebenfalls prämiert in der Kategorie Beste Kamera wurde Timm Kröger für seine Bildgestaltung des Films. 

Darüber hinaus erhielten FABW-Absolvent John Gürtler und Jan Miserre den Preis für die Beste Musik für A PURE PLACE (Regie: FABW-Alumnus Nikias Chryssos). 

THE TROUBLE WITH BEING BORN hat schon etliche Auszeichnungen gewonnen, u.a. den Spezialpreis der Jury in der Sektion „Encounters“ bei der Berlinale 2020. Sandra Wollners Drittjahresfilm an der Filmakademie, DAS UNMÖGLICHE BILD, hatte 2018 bereits den Preis der deutschen Filmkritik gewonnen. 

Im Noir-Science-Fiction-Film THE TROUBLE WITH BEING BORN erfährt der filmgeschichtliche Topos des künstlichen Menschen eine originelle und emotionale Neubearbeitung: Elli ist ein Android und lebt bei einem Mann, den sie Papa nennt. Sie lassen sich durch den Sommer treiben, schwimmen tagsüber im Pool und abends nimmt er sie mit ins Bett. Sie macht ihn glücklich, dazu ist sie da. Er hat sie nach einer Erinnerung erschaffen. Eine Erinnerung, die ihr nichts und ihm alles bedeutet. Für sie ist es lediglich eine Programmierung, der sie folgt - eines Nachts, tief in den Wald hinein, einem verblassenden Echo hinterher. Die Geschichte einer Maschine und der Geister, die wir alle in uns tragen.

Als einziger deutscher Filmpreis, der ausschließlich von Kritiker*innen vergeben wird, zeichnet der Preis der deutschen Filmkritik seit 1956 deutsche Filme aus, die nicht nach wirtschaftlichen, länderspezifischen oder politischen Kriterien bewertet werden, sondern ausschließlich nach künstlerischen. Über die Preisvergabe entscheiden Jurys aus Mitgliedern des Verbandes der deutschen Filmkritik.

Weitere Informationen unter: 
www.vdfk.de/preis-der-deutschen-filmkritik-2021-die-gewinner-3423

THE TROUBLE WITH BEING BORN
Regie: Sandra Wollner 
Drehbuch: Sandra Wollner, Roderick Warich 
Bildgestaltung: Timm Kröger 
Editor: Hannes Bruun 
Sounddesign: Peter Kutin
Szenenbild: Pia Jaros 
Redakteur: Burkhard Althoff 
Produzent*innen: Lixi Frank, David Bohun
Ko-Produzent*innen: Andi G. Hess, Astrid Schäfer, Viktoria Stolpe, Timm Kröger 
Darsteller*innen: Lena Watson, Dominik Warta, Ingrid Burkhard, Jana McKinnon 
Produktion: PANAMA Film KG
Koproduktion: The Barricades / Timm Kröger & Viktoria Stolpe, ZDF/Das kleine Fernsehspiel, Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

Foto (c) Panama Film

24.02.2022

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18 PORSCHE AWARDS: EINREICHUNGEN UND INTERNATIONALE JURY STEHEN FEST

FILMBEITRÄGE AUS 24 LÄNDERN IM RENNEN

Am Montag, 31.01.2022, endete die Einreichfrist für die 18. PORSCHE AWARDS – FOR YOUNG TALENTS IN ADVERTISING. Insgesamt 121 Werbefilme gehen ins Rennen um den internationalen Nachwuchspreis. Die Einreichungen kommen aus 24 Ländern – ein Rekord in der Internationalität der Porsche Awards. Im Einzelnen sind dies: Australien, Bangladesch, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Indien, Italien, Kanada, Mexiko, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Russische Föderation, Schweden, Schweiz, Singapur, Südafrika, Tschechien, Ungarn, USA, Vereinigtes Königreich und Zypern.

Welche Filme in den drei Preiskategorien „Short Advertising Content“, „Long Advertising Content” und “Driven by Dreams” eine Nominierung und schließlich die begehrte Auszeichnung erhalten, wird erneut eine hochkarätig besetzte internationale Fachjury bestimmen. In diesem Jahr gehören der Jury an:

-    Julica Hauke, Managing Partner, Grabarz & Partner Werbeagentur, Hamburg
-    Oliver Hoffmann, Director Marketing Communications, Porsche AG, Stuttgart
-    Daniel Huntley, News Editor shots, London
-    Matthias Lebeer, Director, London
-    Jabu Nadia Newman, Director, Capetown, South Africa
-    Lyndy Stout, Editor 1.4, London

Die einzelnen Mitglieder werden zunächst online alle Beiträge anonymisiert begutachten. Im März folgt eine Jurysitzung, in der die Shortlist festgelegt wird. 

Die Filmakademie Baden-Württemberg als Veranstalterin und die Porsche AG als Hauptsponsor werden die Macher*innen der nominierten Filme dann am 24. Mai 2022 in Ludwigsburg an der Filmakademie zur feierlichen Preisverleihung begrüßen. Die Moderation der Preisverleihung übernimmt diesmal Britta Poetzsch, Chief Creative Officer Campaign bei der Hamburger Marketingagentur Track GmbH. Sie war 2018 bereits Mitglied der Jury.

Pro Preiskategorie wird ein Gewinnerfilm prämiert. Die drei erfolgreichen Teams erhalten jeweils eine Trophäe sowie ein Preisgeld von 4.911€ – nach wie vor als Reminiszenz an den Sportwagenklassiker Porsche 911.

Weitere Partner bzw. Sponsoren der Porsche Awards sind die Stadt Ludwigsburg, die Distelhäuser Brauerei Ernst Bauer GmbH & Co. KG und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH.

Internationale Medienpartnerschaften bestehen mit shots - international advertising film publication (London), 1.4 - online platform for international short film talents (London) sowie mit dem Young Director Award (YDA), der jährlich beim Cannes Lions Festival vergeben wird. 

Weitere Informationen unter: www.porsche-awards.com

 

10.02.2022

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Vier FABW-Studierende und -Alumni im Rennen um den Thomas Strittmatter Preis

MFG BADEN-WÜRTTEMBERG GIBT NOMINIERUNGEN BEKANNT

Die Nominierten für den Thomas Strittmatter Preis 2022 stehen fest. Von den vier ausgewählten Drehbüchern stammen drei von einer Studentin und drei Absolventen der Filmakademie Baden-WürttembergChiara Fleischhacker geht mit ihrem Buch VENA ins Rennen, der ehemalige Preisträger Oliver Kracht wurde mit FETTES LEBEN erneut berücksichtigt und Michael Glasauer und Tarek Roehlinger können mit TAG X auf die Auszeichnung hoffen. Als viertes Drehbuch befindet sich FIVE SONGS FOR THE PATRIARCHY von Dennis Todorovic in der Vorauswahl. Bereits die Nominierung ist mit einem Preisgeld von 2.500 Euro verbunden, der oder die Preisträger*innen dürfen sich über 20.000 Euro freuen.
 
Aus ca. vierzig anonymisierten Einreichungen wählte die Jury, bestehend aus Drehbuchautorin Heide Schwochow (Vorsitz) sowie den Regisseuren Damir Lukacevic und Burhan Qurbani (ebenfalls FABW-Alumnus) die vier nominierten Drehbücher aus. 

VENA ist Chiara Fleischhackers Diplomprojekt an der Filmakademie Baden-Württemberg: Jenny wird ausgerechnet dann von ihrer Vergangenheit eingeholt, als sie mit Hilfe der Hebamme Marla dabei ist, sich von der Droge Crystal Meth zu befreien, um ihre Tochter Lexa nach der Geburt zu behalten. Die Umsetzung des Abschlussfilms ist mit der Produktionsfirma Neue Bioskop Film und Chiara Fleischhacker als Regisseurin geplant.
 
FETTES LEBEN von FABW-Absolvent Oliver Kracht kreist um fünf Nachtschichtler*innen, die zufällig an brisante Sex-Tapes mächtiger Männer aus Politik, Medien und Industrie gelangen. Nach anfänglichen Erpressungsversuchen werden ihre Forderungen an die Herrschenden wagemutiger: Utopie. Jetzt. Hier. Für die Realisierung des Stoffes ist die Produktionsfirma Riva Film im Boot.

In TAG X will ein verbitterter ehemaliger KSK-Soldat durch einen Terrorakt soziale Unruhen und bürgerkriegsähnliche Zustände provozieren. Er freundet sich jedoch gegen seinen Willen mit der Geisel an, die er eigentlich als Opfer auserkoren hatte. Die Autoren und FABW-Alumni Michael Glasauer und Tarek Roehlinger arbeiten mit der Stuttgarter Produktionsfirma Kojoten Film zusammen und haben für ihr Buch bereits eine Stoffentwicklungsförderung der MFG erhalten. Tarek Roehlinger soll zudem die Regie übernehmen. 

Der nach dem jung verstorbenen Autor Thomas Strittmatter benannte Drehbuchpreis prämiert herausragende Fernseh- oder Kinostoffe mit einem Bezug zu Baden-Württemberg. Stifterin des Preises ist die MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg. Die Auszeichnung wird von Kunststaatssekretärin Petra Olschowski und MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen – coronabedingt in kleinem Rahmen – während der Berlinale übergeben. Ein Video mit den Höhepunkten ist ab Donnerstagmittag, 17. Februar 2022 unter anderem auf film.mfg.de zu sehen.

Quelle: MFG

Chiara Fleischhacker und Tarek Roehlinger sind Stipendiat*innen der Baden-Württemberg Stiftung.

10.02.2022

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Anmeldung für ersten „Drehbuch-Megatreff“ ist geöffnet:

Initiative von Studierenden der deutschsprachigen Filmhochschulen

Wer heute Drehbuch studiert, wird in wenigen Jahren die Zukunft der Filmbranche mitgestalten. Selten allerdings kommen die Studierenden der einzelnen Hochschulen miteinander in Kontakt. Eine Initiative von studentischen Autorinnen und Autoren der sieben großen deutschsprachigen Filmhochschulen – dffb Berlin, Filmakademie Baden-Württemberg, Filmakademie Wien, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, HFF München, Hamburg Media School und ifs Köln – will das nun ändern. 

Vom 22. - 24. Juli 2022 soll in Erfurt der erste Drehbuch-Megatreff stattfinden. Dabei können sich die Studierenden der oben genannten Filmhochschulen austauschen, von- und miteinander lernen, neue Freundschaften schließen und sich für zukünftige Projekte vernetzen. Die erste Ausgabe des Treffens wird federführend von einem Team der FABW aus Ludwigsburg organisiert. Jede weitere Ausgabe wird alternierend von einer der teilnehmenden Hochschulen ausgerichtet werden. 

Die Anmeldung ist ab sofort geöffnet (bis zum 15.02.2022) und erfolgt über die Homepage: https://www.drehbuchmegatreff.de
Dort gibt es auch weitere Informationen zum Event. Der genaue Teilnahmebeitrag hängt von der Zahl der Anmeldungen ab.  Zuschüsse der Hochschulen sowie angestrebte Partnerschaften sollen ihn so gering wie möglich halten.

Das Orga-Team ist unter folgender Mailadresse erreichbar:
kontakt@drehbuchmegatreff.de

27.01.2022

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Kurz vor dem Bewerbungsschluss: 

Virtuelle Fragerunden zum Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg am 28. Januar 2022

Kurz vor dem Bewerbungsschluss am 15. Februar bietet die Filmakademie Baden-Württemberg einen weiteren Studieninfotag an – pandemiebedingt auch dieses Mal online via Zoom. Am Freitag, dem 28. Januar 2022 können sich Interessierte ab 10 Uhr über die an der FABW angebotenen Studiengänge und -schwerpunkte informieren und ihre Fragen loswerden. 

Ob Studienablauf, Zulassungsvoraussetzungen oder Campusleben in Ludwigsburg – Dozierende, Studierende, Studienkoordinator*innen und Projektbetreuer*innen der Studiengänge- und Schwerpunkte Animation, Bildgestaltung/Kamera, Dokumentarfilm, Drehbuch, Executive & Line Producing, Fernsehjournalismus, Filmmusik und Filmton/Sounddesign bis zu Interaktive Medien, Montage/Schnitt, Motion Design, Produktion, Serien Producing, Szenenbild, Szenischer Film und Werbefilm freuen sich darauf, alle Fragen der Teilnehmenden zu beantworten und ihre Gewerke vorzustellen. Auch das Studienreferat bietet wieder eine virtuelle Studienberatung rund um die Themen Bewerbung, Studiengebühren oder Zulassungsvoraussetzungen an.

Hier finden Sie das detaillierte Programm
Dort finden sich auch die Zoom-Links, die am Tag der Veranstaltung freigeschaltet werden. Einwählen können sich alle Interessierten, eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig (Ausnahme: Szenenbild).

Für die Teilnahme an den virtuellen Fragestunden des Animationsinstituts ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Hier finden Sie Anmeldemöglichkeit und Programm

Bereits vorab können sich Interessierte auf dem YouTube Channel der FABW über die Playlist „Studierenden an der Filmakademie und ihrem Animationsinstitut“ informieren: 

Termin: Freitag, 28. Januar 2022, ab 10 Uhr
Ort: Online via Zoom

27.01.2022

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DEUTSCHLANDSTIPENDIUM FÜR 6 FABW-STUDIERENDE

Finanzielle Unterstützung für das Studium durch Stifter*innen und den Bund

Im Jahr 2022 werden sechs Studierende der Filmakademie Baden-Württemberg mit einem Deutschlandstipendium gefördert. Mit dem Stipendium werden begabte und leistungsstarke Studierende aller Fachrichtungen einkommensunabhängig mit 300 Euro im Monat unterstützt. Die Hälfte der Summe tragen private Fördernde, die andere Hälfte steuert der Bund bei.

Bewerben konnten sich Studierende im 4. Jahr aus allen Studienbereichen der FABW und ihres Animationsinstituts. Die Auswahl durch das Vergabegremium fiel schließlich auf die Stipendiat*innen Oscar Bittner (Animation), Samuel Lewek (Motion Design), Jennifer Mallmann (Regie Dokumentarfilm), Olga Müller (Regie Szenischer Film), Vanessa Schneider (Animation) und Maximilian Welker (Drehbuch). 

Die Vergabe der Deutschlandstipendien an der Filmakademie wird 2022 durch die Förderung der folgenden sechs Stifter*innen ermöglicht:

  • Gabriele Kuhn, Ludwigsburg (Privatperson, in Andenken an Rudolf Kuhn)
  • CampusCore - Software für Hochschulen Gmbh & Co. KG, Ulm
  • Kreissparkasse Ludwigsburg
  • MANN+HUMMEL, Ludwigsburg
  • ScanlineVFX GmbH, München
  • Stadt Ludwigsburg, Stabsstelle Wirtschaftsförderung

Bei der Stipendienvergabe wurden nicht nur erstklassige Noten, sondern auch gesellschaftliches Engagement, besondere persönliche Leistungen und die soziale und familiäre Situation berücksichtigt. Dieses ganzheitliche Verständnis des Leistungsbegriffs ist Teil der Philosophie des Deutschlandstipendiums und soll jungen Talenten Bildungschancen eröffnen.

Sobald es die Pandemie-Lage zulässt, wird 2022 an der Filmakademie in Ludwigsburg eine Feierstunde mit Übergabe der Urkunden der Stifter*innen an die Stipendiatinnen und Stipendiaten stattfinden.

Über die Stifterinnen und Stifter:

Gabriele Kuhn
Ich lebe seit 1996 in Ludwigsburg. Schon bald hatte ich über verschiedene persönliche Kontakte eine gute Verbindung zur Filmakademie. Seit meinem Ruhestand engagiere ich mich in verschiedenen Bereichen für am Rande der Gesellschaft stehende Menschen. Am Deutschlandstipendium gefällt mir,
… dass es eine Begabtenförderung ist,
… dass meine Spende durch ein Ministerium verdoppelt wird,
… dass ich eine Schule (FABW) unterstütze, die seit 30 Jahren eine hervorragende Arbeit leistet, was sich in zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen niederschlägt,
… dass ich mit dem Rudolf Kuhn Stipendium an meinen verstorbenen Ehemann erinnern kann.

CampusCore - Software für Hochschulen Gmbh & Co. KG
Unsere Aufgabe: Die beste Software für Verwaltungsaufgaben von Hochschulen bereitzustellen. Wir helfen dabei, alle Prozesse rund um die Bewerbung und das Studium online abzubilden und haben dafür eines der modernsten und nutzerfreundlichsten Systeme entwickelt. Mehr erfahren:
https://www.campuscore.eu/

Kreissparkasse Ludwigsburg
Als regionales, öffentlich-rechtliches Kreditinstitut ist die Kreissparkasse Ludwigsburg mit dem Landkreis Ludwigsburg, den Menschen, Kommunen, Institutionen, Unternehmen und dem Mittelstand auf einzigartige Art und Weise verbunden. Unseren besonderen Beitrag sehen wir in unserem umfassenden Leistungsangebot für alle Menschen im Landkreis, unserem Engagement im öffentlichen Leben, der Förderung der Begegnungen und des Dialogs sowie den Aktivitäten in den Bereichen Kultur, Sport, Wissenschaft und Wirtschaft. Wir handeln nachhaltig – ökonomisch, ökologisch und sozial. Die Kreissparkasse unterstützt seit vielen Jahren Deutschlandstipendien der Hochschulen im Landkreis und hat für diese zwischenzeitlich 33 Deutschlandstipendien insgesamt rund 60.000 € zur Verfügung gestellt.
https://www.ksklb.de/de/home.html

MANN+HUMMEL
ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Filtrationstechnologie. Die Gruppe mit Hauptsitz in Ludwigsburg entwickelt unter den beiden Geschäftsfeldern Transportation und Life Sciences & Environment intelligente Lösungen, die eine sauberere Mobilität, saubere Luft und sauberes Wasser ermöglichen. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zu einer sauberen Erde und der nachhaltigen Nutzung begrenzter Ressourcen.
https://www.mann-hummel.com/de.html

ScanlineVFX GmbH
Weitere Informationen unter
https://www.scanlinevfx.com/

Stadt Ludwigsburg, Stabsstelle Wirtschaftsförderung
Die Wirtschaftsförderung ist zentraler Ansprechpartner für Unternehmer, Gründer, Start-Ups, Handwerker, Kreativschaffende und Standortinteressierte in Ludwigsburg. Sie berät zu sämtlichen Anliegen rund um den (Kreativ)Wirtschaftsstandort Ludwigsburg.
Ludwigsburgs Kreativwirtschaftsszene ist eine der Besonderheiten, die den Standort prägen. Besonders hervorzuheben sind die Bereiche Film, Animation/VR/AR/Games, Kommunikations- und Werbeagenturen, Design sowie IT. Für alle Kreativschaffende in Ludwigsburg und solche, die nach Ludwigsburg kommen möchten, ist der Medienbeauftragte der zentrale Ansprechpartner.
https://www.ludwigsburg.de/start/wirtschaft+und+innovation/wirtschaftsfoerderung.html

Weitere Infos zum Deutschlandstipendium:
https://www.deutschlandstipendium.de/deutschlandstipendium/de/home/home_node.html

 

27.01.2022

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FABW MIT STARKER PRÄSENZ IN SAARBRÜCKEN

VIER FABW-WETTBEWERBSFILME BEIM 43. MAX OPHÜLS PREIS

Das Filmfestival Max Ophüls Preis hat in einer Pressekonferenz die 49 Wettbewerbsfilme für seine 43. Ausgabe (16.–26.1.2022) bekanntgegeben. Sie verteilen sich auf die vier Wettbewerbskategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, Mittellanger Film und Kurzfilm. Auch die Filmakademie Baden-Württemberg schickt vier Produktionen ins Rennen:

Im Wettbewerb Kurzfilm sind OVERHEIM und NICHT DIE 80ER vertreten: Der Dokumentarfilm OVERHEIM (Regie: Jouri Hoepfner) porträtiert die Musikerin und Medienkünstlerin Martine-Nicole Rojina, die in ihrer transdisziplinären Arbeit Wissenschaft, Technologie, Musik und Kunst verbindet. Sie trägt eine Halskette, an der ein kleines Stück eines Meteoriten hängt – für sie eine Brücke zum Wandel und der Zeitlichkeit unserer Körper. In einem sensorischen Deprivationstank begibt sich Martine in einen Zustand zwischen Schlaf und Wachsein und somit auf eine innere Reise ins Ungewisse.

Im Diplom-Spielfilm NICHT DIE 80ER (Regie: Marleen Valien) geht es um Lucy und Anton. Sie mögen sich. Während beide zwei „coole Drinks“ schlürfen, erzählt Anton, dass er HIV-positiv ist. Und Lucy muss feststellen, dass sie lange nicht so aufgeklärt ist, wie sie gerne wäre.

Im Wettbewerb Mittellanger Film treten STÖRENFRIEDA und ME MYSELF ANDI an: 

Der Kurzspielfilm STÖRENFRIEDA (Regie: Alina Yklymova) führt ins Ruhrgebiet: Dort führen Ava und Sascha die FLINT*-Kneipe „Störenfrieda“. Ein Herzensprojekt, das als Schutzraum für die Community, aber auch als Zuhause für das Paar dient. In diese geschlossene Welt tritt plötzlich Avas Vater Gunter, ein ehemaliger Bergarbeiter, der für ein paar Wochen eine Unterkunft braucht. Eine kritische Auseinandersetzung mit vermeintlich weiblichen und männlichen (Schutz)Räumen. 

In ME MYSELF ANDI (Regie: Lili Zahavi) geht es um Lisa, die seit Jahren ihre Bachelorarbeit in Erziehungswissenschaft schreiben. Um endlich den Abschluss zu schaffen, stimmt sie zu, dass Lili sie dabei filmt. Doch es ist Sommer und es warten andere Pflichten und Ablenkungen durch Lisas Umfeld. So lässt sie sich treiben, und die Dokumentation eines Fortschritts wird zum Kaleidoskop innerer Störfaktoren.

Darüber hinaus präsentiert sich jenseits der Wettbewerbe der FABW-Diplom-Spielfilm VIVA FOREVER(Regie: Sinje Köhler) im Programm „MOP Watchlist“: Als sich Lotte entschließt, den alljährlichen Urlaub am Gardasee mit ihrer Clique zu schwänzen, bröckelt bei den fünf anderen Endzwanzigerinnen nicht nur die bis dato unantastbare Freundschaft, sondern vor allem ihr eigenes Selbstbild.

Ein ähnliches Thema behandelt die Erstjahres-Film GIRL WHO CRIED WOLF (Regie: Kevin Koch, Emma Holzapfel), der in der „MOP Shortlist“ an den Start geht: Während des Lockdowns treffen sich fünf Freund*innen, die nach dem Abitur in unterschiedliche Städte gezogen sind, regelmäßig online über Zoom. Durch eine unerwartete Wendung wird die Freundschaft der Clique auf die Probe gestellt.

Die Rubrik „Premiere: Kurz.Film.Tour. – Der deutsche Kurzfilmpreis“ präsentiert Filme, die in diesem Jahr für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert waren, darunter den FABW-Animationsfilm OBERVOGELGESANG (Regie: Ferdinand Ehrhardt, Elias Weinberger). Er entstand im zweiten Studienjahr im Fach Filmgestaltung 2 und erzählt die Geschichte einer Jugendlichen, die im Zug auf dem Weg nach Hause mit einer rechtsextremen Schmiererei und einer damit einhergehenden Identitätskrise konfrontiert wird.

Last but not least wird das Atelier Ludwigsburg-Paris wieder seine neue Kurzfilmreihe unter dem Motto „Gemeinsam Allein“ vorstellen. Sie besteht aus den Filmen DIE SCHEUE FREUDE AN DER ARBEIT / L'INSAISISSABLE JOIE DU TRAVAIL (Regie: Miao Yu), KURSCHATTEN (Regie: Alina Yklymova), 

SONNENFINSTERNIS / 1 KM À PIED (Regie: Pierre Lazarus), VON SCHRAUBEN UND VÖGELN (Regie: Vincent Dolinsek), WÜRDENBEWAHRERIN (Regie: Sandro Rados) sowie 360° (Regie: Laura Chebar). Das Atelier Ludwigsburg-Paris ist ein einjähriges Weiterbildungsprogramm für Filmproduktion, Finanzierung, Vertrieb und Marketing für europäische Filmschaffende und in Deutschland an der Filmakademie Baden-Württemberg angesiedelt.

Der Max Ophüls Preis zählt zu den bedeutendsten Festivals für den deutschsprachigen Filmnachwuchs. In diesem Jahr findet er hybrid statt. Zusätzlich zu den Live-Veranstaltungen in neun Spielstätten in Saarbrücken und anderen Orten im Saarland zur Aufführung wird ein Großteil der Wettbewerbsfilme, ebenso wie die Filme in den Nebenreihen (u.a. MOP-Watchlist und MOP-Shortlist), im Streaming-Angebot auf der Festival-Website zur Verfügung stehen. 

Die Preisverleihung findet am Mittwoch, 26. Januar 2022 um 19:30 Uhr als Online-Event statt. Dabei werden 18 Preise im Wert von 118.500 Euro vergeben. Der Vorverkauf startet am 10. Januar 2022.

Weitere Infos:
https://ffmop.de/

Credits Wettbewerbsfilme (Quelle: Max Ophüls Preis)

OVERHEIM
Regie, Buch: Jouri Hoepfner
Producer: Leon Harms
Bildgestaltung: Larius Kieninger
Montage: Bastian Faralisch
Musik: Deadcrow, A.G. Cook
Ton: Jonathan Rösch
Szenenbild: Christina Mammes, Anna Vehres
Mit: Martine-Nicole Rojina, Norbert Junkes, Thilo Ulbrich, Schwäbisches Salonensemble
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

NICHT DIE 80ER
Regie: Marleen Valien
Buch: Marleen Valien, Max Rauer, Christine Duttlinger, Ludwig Meck
Producer*innen: Christine Duttlinger, Ludwig Meck, Lotta Schmelzer, Markus Krojer
Bildgestaltung: Max Rauer
Montage: Vreni Sarnes
Musik: Jonas Vogler, John Ferrère
Ton: Johann Meis, Frederik Thomsen, Paul Powaljaew
Szenenbild: Christina Mammes
Kostüm: Samira Schenk
Casting: Stella Markert*
Mit: Deniz Orta, Merlin Rose, Joshua Jaco Seelenbinder
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

STÖRENFRIDA
Regie: Alina Yklymova
Buch: Lisa Brunke
Producer*innen: Jana Klingseisen, Paul Hartmann
Bildgestaltung: Christian Neuberger*
Montage: Lukas Wengorz
Musik: Maximilian Schieder
Ton: Henrike Sommer, Maximilian Schieder
Szenenbild: Nele Seifert
Kostüm: Janina Kassan, Felix Ekholm
Mit: Katharina Abel, Massiamy Diaby, Thomas Krutmann
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH
Koproduktion: SWR, ARTE
Redaktion: Brigitte Dithard (SWR), Laurence Rilly (ARTE) 

ME MYSELF ANDI
Regie, Buch, Producerin: Lili Zahavi
Bildgestaltung: Maciej Rolbiecki
Montage: Michel Linzer
Musik: Frederic Hellmann
Ton: Frederic Hellmann, Paul Powaljaew
Szenenbild: Katherine Halbach
Mit: Lisa A., Burak Yigit, Julian S.
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

Credits weitere Filme (Quelle: FABW-Projektordner)

VIVA FOREVER
Regie: Sinje Köhler
Bildgestaltung: Fabian Gamper
Koproduktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH
Produktion: Nils Gustenhofen, Kathrin Rodemeier

GIRL WHO CRIED WOLF
Regie: Kevin Koch, Emma Holzapfel
Producer: Jacob-Lucas Burckhardt
Bildgestaltung: Emma Holzapfel
Sounddesign: Kevin Sliwinksi
Motion Design: Sarah Klostermeier
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH
Mit: Langtson Uibel, Amelie Hennig, Marcus Chiwaeze, Malaya Stern Takeda, Kristin Alia Hunold

OBERVOGELGESANG
Regie: Ferdinand Ehrhardt & Elias Weinberger*
Stimme: Ronja Peters
Producerin: Malin Krüger
Montage: Andreas Bothe
Sounddesign & Mix: Henrike Sommer
Musik: Hannes Bieber
Animation: Elias Weinberger, Gregor Wittich, Ferdinand Ehrhardt
Compositing: Harald Dieterichs*
Zusätzliche Hintergründe: Gwenola Heck
Geräuschemacher: Marieke Czogalla
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

*Stella Markert, Christian Neuberger, Elias Weinberger und Harald Dieterichs sind Stipendiat*innen der Baden-Württemberg Stiftung.

 

13.01.2022

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Filmische Fundstücke beim Kurzfilmtag 2021

FABW BETEILIGT SICH MIT ZWEI FILMPROGRAMMEN

Unter dem Motto „Fundstücke“ findet am 21. Dezember der zehnte bundesweite KURZFILMTAG statt. Erstmalig können vom 22. bis 31. Dezember unter dem Label KURZFILMTAGplus viele Filme auch online angesehen werden. Auch die Filmakademie Baden-Württemberg und ihr Animationsinstitut haben zwei Kurzfilmprogrammezusammengestellt. 

Im Programm „Lost or Found“ für Erwachsene finden sich Klassiker wie DAS RAD (Oscar-Nominierung für „Best Animated Short“), in dem zwei uralte Steine das Rad entdecken und damit eine rasante Entwicklung in Gang setzen, ebenso wie aktuellere Filme wie SPACE CLEANERS, der sich mit der Problematik von Weltraumschrott befasst. Auch der aktuelle Gewinner des Student Oscar 2021 in Gold, TALA´VISION, ist dabei. Darin wird für ein junges Mädchen im vom Bürgerkrieg erschütterten Syrien ein gefundener Fernseher das Fenster zur Welt – mit gefährlichen Konsequenzen.

In der Kompilation „Kurzes für Kurze 2“ für Kinder und Jugendliche werden Erwartungen gegen den Strich gebürstet. In MONSTERSINFONIE und FUSSEL etwa erfährt das Publikum, dass Monster nicht unbedingt grausam und böse sein müssen. Und in GROSSER KLEINER BÄR und SOME THING, dass Größe und Stärke nicht immer entscheidend sind. 

Die vollständigen FABW-Programme finden sich hier:

kurzfilmtag.com/programme/lost-or-found.html

kurzfilmtag.com/programme/kurzes-fuer-kurze-2-1.html

Der KURZFILMTAG wurde 2012 als Aktionstag für das Publikum aus der Taufe gehoben. Er will Menschen an vielen verschiedenen Orten – nicht nur im Kino – zusammenführen, um gemeinsam Kurzfilme zu entdecken. Deutschlandweit sind in diesem Jahr derzeit 232 Veranstaltungen angemeldet. Die Koordination übernimmt die AG Kurzfilm - Bundesverband Deutscher Kurzfilm. Schirmherrin ist die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters a.D.
Der KURZFILMTAG erfährt von vielen Seiten Unterstützung, in diesem Jahr auch von Yvonne Catterfeld und Bjarne Mädel, die in amüsanten Clips für das Ereignis werben.

Weitere Infos zum Kurzfilmtag, allen Programmen und Veranstaltungen unter: 
kurzfilmtag.com

 

13.01.2022

 

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Filmakademie Baden-Württemberg trauert um langjährige Dozentin:

Prof. Helga Reidemeister verstorben

Die Filmakademie Baden-Württemberg trauert um ihre langjährige Dozentin und Freundin Prof. Helga Reidemeister. Sie verstarb am 29.11.2021 nach langer Krankheit im Alter von 81 Jahren. 

Helga Reidemeister unterrichtete seit 1994 an der Filmakademie und war als leitende Dozentin maßgeblich am Aufbau des Studienschwerpunkts Dokumentarfilm beteiligt. Für ihre herausragenden Verdienste um die Filmakademie wurde sie im Jahr 2006 mit dem Titel „Honorarprofessorin“ ausgezeichnet. 2016 zog sich Helga Reidemeister aus dem Lehrbetrieb zurück, sie blieb der Ludwigsburger Filmhochschule aber stets verbunden. 

Helga Reidemeister prägte als Leiterin der Abteilung Dokumentarfilm lange Jahre die Inhalte der Lehre, war als Teil der Aufnahmekommission mitverantwortlich für die Auswahl von Bewerberinnen und Bewerbern und betreute die Projekte der Studierenden mit vollem Engagement. Dabei bestach sie stets durch ihr umfassendes Wissen, einen tiefen Erfahrungsschatz und ein breites gesellschaftliches Interesse. Ihre Menschlichkeit, ihr feiner Sinn für Humor und ihre Herzenswärme zeichneten sie besonders aus.

Helga Reidemeister zählte zu den renommiertesten Dokumentarfilmerinnen Deutschlands. Als Regisseurin, die das Filmemachen auch immer als gesellschaftlichen Auftrag verstand, deckte sie immer wieder die Zusammenhänge zwischen privaten Problemen und gesellschaftspolitischen Bedingungen auf. Besonders Frauenschicksale lagen ihr am Herzen und sie thematisierte diese lange bevor die Frage auf breiter Ebene diskutiert wurde. Großes Aufsehen erregte beispielsweise ihr Film GOTTESZELL, in dem sie das Leben der Gefangenen in einem Schwäbisch Gmünder Frauengefängnis schilderte. Für ihr umfangreiches Schaffen erhielt sie unter anderem den Adolf-Grimme-Preis, den Bundesfilmpreis und den Friedensfilmpreis der Berlinale. Außerdem war sie 2001 Mitglied der Berliner Akademie der Künste.

„Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt Helgas Familie. Wir verlieren mit Helga Reidemeister nicht nur eine hervorragende Dozentin, sondern auch einen wunderbaren Menschen und eine besondere Freundin. Bei aller Trauer blicken wir auch mit großer Dankbarkeit auf unsere gemeinsamen Jahre zurück. Wir werden sie nicht vergessen,“ erklärt der Direktor der Filmakademie Baden-Württemberg, Prof. Thomas Schadt.

09.12.2021

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CAMERIMAGE 2021: ZWEI PREISE FÜR FABW-STUDENTEN

Philip Henze und Christopher Behrmann ausgezeichnet

Vom 13.-20. November 2021 fand im polnischen Torun Camerimage statt, das größte und renommierteste Festival zur Kunst der Kinematografie. Bei der diesjährigen Verleihung gingen 2 von 3 Preisen im Wettbewerb „Film and Art School Etudes“ an Kamera-Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg.

Die „Kaulquappe in Silber“ in der Nachwuchskategorie gewann Philip Henze für seine Bildgestaltung von TALA´VISION (Regie: Murad Abu Eisheh). Der u.a. mit einem Student Oscar ausgezeichnete Film erzählt von der achtjährigen, fußballbegeisterten Tala im vom Krieg zerrütteten Syrien. Trost und Freiheit findet das Mädchen einzig in einem Fernseher. Ein neues Verbot zwingt jedoch den Vater, das TV-Gerät abzugeben. Angst, Schweigen und Langeweile bestimmen fortan ihren Alltag und machen das Leben in der kleinen Wohnung fast unerträglich. Bis Tala einen Fernseher von der Straße stiehlt – mit gefährlichen Konsequenzen. 

Die „Kaulquappe in Bronze“ wurde Christopher Behrmann für den in der Abteilung Werbefilm der FABW entstandenen Kurz-Diplomfilm COLD BLOW LANE (Regie: Luca Homolka) überreicht. Er erzählt die Geschichte der besten Freunde Liam und Wilson, beide sind Teil der englischen Hooligan-Szene. Während Wilson den Sinn und die Zukunft als Hooligan immer mehr in Frage stellt, rennt Liam quasi blind von Kampf zu Kampf und möchte nichts von Wilsons Bedenken hören. Die Situation kulminiert schließlich in einem blutigen Racheangriff, der alles verändert.

Weitere Infos zu Camerimage:
https://camerimage.pl/en/

09.12.21

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AKA Pitchings, 4 - 5 x im Jahr,  freitags 10:00 – 13:00 Uhr

Termine 2021/2022

FR, 05.11.2021 // AKA-PITCHING (1).  Online via ZOOM

FR, 14.01.2022 // AKA-PITCHING (2).  ADK

FR, 04.02.2022 // AKA-PITCHING (3). Online via ZOOM

FR, 08.04.2022 // AKA-PITCHING (4). Albrecht-Ade-Studio

FR, 20.05.2022 // AKA-PITCHING (5). Albrecht-Ade-Studio

 

Ansprechpartnerin: Andrea Macos (Anmeldungen zum Pitch unter: pitch@filmakademie.de)