ALUMNI EVENTS

Wegen der großen Resonanz auf die Screenings im Rahmen der DOK-Premiere hat sich Kinokult entschlossen, den Film SPACE DOGS ein weiteres Mal im Kino Caligari in Ludwigsburg zu zeigen: am 3. November um 18 Uhr.

Das Filmteam besteht zu weiten Teilen aus FABW-Alumni: Elsa Kremser und Levin Peter (Buch, Regie), Yunus Roy Imer (Bildgestaltung), Stephan Bechinger (Schnitt), John Gürtler (Musik), Jonathan Schorr (Sounddesign), Simon Peter (Ton) und Tobias Adam (Re-recording Mixer).

SPACE DOGS folgt den Spuren der Hündin Laika, die als erstes Lebewesen mit einer Rakete in den Weltraum geschossen wurde. Aus Perspektive der Hunde gedreht, begleitet der Film die Abenteuer ihrer Nachfahren, zweier Straßenhunde im heutigen Moskau und entwickelt daraus eine visuell anspruchsvolle Reflexion über das Verhältnis von Mensch und Hund.

Ticketreservierung über Kinokult:
https://www.kinokult.de/filme/space-dogs.html

28.10.2020

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Liebe Freund*innen, Bekannte, Kolleg*innen, Unterstützer*innen und vielleicht Interessierte,

am 9. November 2020 ist es endlich soweit: Mein neuer Film FREISTAAT MITTELPUNKT kommt in die Kinos!

Entstanden ist der Film aus einer Begegnung im M.1 der Arthur Boskamp-Stiftung für zeitgenössische Kunst
in Schleswig-Holstein, für die ich ein Filmprogramm kuratierte. Im Rahmen einer Vorführung traten eines Abends
Christian Meurer, Lothar Pigorsch und Olaf Plotz an mich heran und erzählten mir von einem Mann, der vielleicht
für einen Dokumentarfilm interessant wäre. Der Mann war Ernst Otto Karl Grassmé.

FREISTAAT MITTELPUNKT erzählt die Geschichte dieses »Altonaer Bürgermeisters im Exil«. Nach seiner Internierung und Zwangssterilisation durch die Nationalsozialisten und aufgrund der verweigerten Wiedergutmachung in der Bundesrepublik entscheidet er sich für ein Leben im Moor. Von diesem Leben hat Grassmé Zeugnis abgelegt, und die von ihm verfassten Briefe mit ihrem warmherzigen, poetischen aber sprunghaften Schreibstil waren es, die mich neben zahlreichen von ihm fotografierten Porträts von Menschen aus seiner Umgebung besonders berührten. Diese Briefe stehen im Zentrum des Films und erlauben es, ihn persönlich kennenzulernen in seinem Schmerz über das, was ihm angetan wurde, seinen Kampf um Anerkennung und Wiedergutmachung aber auch seinen humorvollen Charakter, mit dem er seinen außergewöhnlichen Alltag bestreitet und beschreibt. Über ruhige Aufnahmen der Landschaft, in der Grassmé gelebt hat, schlägt der Film Verbindungslinien zur Gegenwart, und rückt so neben der zeitgeschichtlichen Erforschung eines weiteren Kapitels des NS-Unrechts und der Leugnung und Verdrängung in der jungen BRD aus der Perspektive eines Betroffenen die zeitlose Frage nach Souveränität und Selbstbestimmung in den Fokus.

Begleitet wird der Film durch ein frei zugängliches Online-Archiv, in dem Zeitzeug*innen sowie Fachleute zu den Themen Eugenik und Schizophrenie zu Wort kommen, und Briefe, Akten und Fotografien in chronologisch-thematischen Kapiteln aufbereitet präsentiert werden.

Ich werde den Film auf einer Kinotour persönlich begleiten und würde mich sehr freuen, Euch und Sie bei den bislang feststehenden Vorführungen in Berlin, Hamburg, Bargteheide, Ratzeburg, Kiel, Rendsburg, Bremen, Oldenburg, Nienburg, Bramsche, Celle, Essen, Wildeshausen, Dortmund, Weinheim, Hemsbach, Regensburg, Hof, Zeil am Main, Bamberg, Gotha, Gera, Jena, Leipzig und Ludwigslust zu sehen.

Hier die Links zu allen Terminen und dem Trailer des Films. Der Kinostart und die Tour werden außerdem bei Facebook und Instagram begleitet.

Eine große Hilfe für den Film ist die Weiterleitung und Verbreitung in Euren und Ihren Netzwerken. Einen Film im Selbstverleih in die Kinos zu bringen - in dieser Zeit - ist ein Abenteuer und eine Herausforderung - auf Eure und Ihre Unterstützung, auch für die Kinos, kommt es dabei an!

Herzlich,

Kai Ehlers
 


FREISTAAT MITTELPUNKT

Ein Film & Archiv von Kai Ehlers

Kinostart: 9. November 2020
 

»Der Film ergänzt fundamental die trockene, wissenschaftliche, an Akten ausgerichtete zeitgeschichtliche Forschung. Er ist anschaulich, zielt in sowas Anschauliches wie Altbekanntes, nämlich ins Gemüt.

Oder anders ausgedrückt: er ist maximal anschauenswert.«

– Dietrich Kuhlbrodt –